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Götzl warnt vor Fehlsteuerung durch Basel III und macht Handlungsvorschläge

München, 13. Dezember 2011 – Basel III gefährdet die künftige Immobilien- und Mittelstandsfinanzierung in Deutschland. Darauf weist der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, Stephan Götzl, hin: „Die geplanten Basel-III-Vorschriften sehen eine pauschale Anhebung der Mindesteigenkapitalquoten für sämtliche Bankgeschäfte vor. Das gilt auch für die risikoarmen Mittelstands- und Immobilienkredite, die dadurch verteuert werden.“

Für eine derartige Verteuerung bestehe unter Risikogesichtspunkten jedoch kein Grund. Götzl: „Um eine Fehlsteuerung und die damit einhergehende massive Belastung der deutschen Volkswirtschaft zu vermeiden, müssen die Baseler Vorgaben risikogerecht angepasst werden.“

Deshalb fordert der bayerische Genossenschaftspräsident Maßnahmen, um künftige volkswirtschaftlich schädliche Verzerrungen im Kreditgeschäft zu vermeiden. Dazu zählt aus seiner Sicht eine Korrektur der Risikogewichtung bei privaten Wohnbaudarlehen (25 % statt 35 %) und gewerblichen Immobilienkrediten (35 % statt 50 %) sowie bei Mittelstandskrediten (50 % statt 75 %). Damit könnte das für diese volkswirtschaftlich bedeutsamen Kredite vorzuhaltende Unterlegungskapital auf bisherigem Niveau stabilisiert werden. Eine Kreditklemme beim Mittelstand, welcher für die Volkswirtschaft höchste Bedeutung hat, könnte so vermieden werden.

Zudem plädiert Götzl dafür, dass die nationalen Regierungen bei der Umsetzung von Basel III das Recht erhalten, die Risikogewichtung für Hypothekarkredite zu erhöhen, wenn sich Übertreibungen auf den Immobilienmärkten abzeichnen. „Mit der Etablierung eines solchen immobilienzyklischen Puffers würde den unterschiedlichen Marktgegebenheiten in den EU-Mitgliedsländern Rechnung getragen und ein effektives Instrument zur zielgerichteten Risikoprävention geschaffen.“

Kontakt
Dr. Jürgen Gros
Pressesprecher
Tel.: 089/2868-3402
Fax: 089/2868-3405
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