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22.10.2021

Standpunkt EDIS

Risikoabbau statt Vergemeinschaftung
Kernforderungen
  • Risiken reduzieren statt durch EDIS vergemeinschaften
  • Schutz deutscher Sparer nicht gefährden
  • Institutssicherungen mit hohen Standards schützen
Worum geht es?
1934
Gründung der genossenschaftlichen Institutssicherung

Damit ist sie das weltweit älteste ausschließlich privat finanzierte Sicherungssystem für Banken.Dank dieses Systems musste bisher kein Kunde einen Ausfall seiner Einlagen erleiden.

478 Mrd. Euro
Notleidende Kredite (NPL)
 

In den Bilanzen europäischer Banken lagern immer noch 478 Mrd. Euro an ausfallgefährdeten Krediten.

Finanzstabilität nicht durch geplante EU-Einlagensicherung (European Deposit Insurance Scheme, EDIS) aufs Spiel setzen.

Angesichts ungleich verteilter Altlasten und Risiken im EU-Bankensystem droht mit EDIS der Einstieg in eine Transferunion. Stabile, leistungsfähige Bankensysteme und ihre Sicherungsfonds müssten für instabile Systeme haften – ohne Einfluss auf deren Risikoneigung ausüben zu können. Das widerspricht dem Haftungsprinzip und setzt gefährliche Fehlanreize für Banken und Staaten. Der deutsche Bankensektor hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Anstrengungen unternommen, die Bestände ausfallgefährdeter Kredite (NPL) zu senken, die heute deutlich unterhalb des EU-Schnitts liegen. Dieses Engagement zum Schutz von Einlagen und Finanzstabilität darf nicht durch eine Vergemeinschaftung der Risiken in EDIS konterkariert werden. 

Schutz für deutsche Sparer gewährleisten. 

Seit Jahrzehnten haben sich Sicherungssysteme wie die genossenschaftliche Institutssicherung als effektives Mittel zum Schutz der Einlagen von Bankkunden erwiesen. Noch nie hat ein Kunde seine Einlagen durch eine Bankenpleite verloren. Es ist widersinnig, diese robuste, subsidiäre und auf Prävention ausgerichtete Lösung durch ein zentrales EU-System zu ersetzen. Dieses gefährdet den hohen Schutzstandard der Einlagen bei deutschen Regionalbanken.

Bewährte, leistungsfähige Institutssicherungssysteme erhalten. 

Institutssicherungssysteme, wie das der  genossenschaftlichen Finanzgruppe, sind geprägt von anspruchsvollen Merkmalen, die die geplanten EDIS-Vorgaben weit übertreffen. Dazu zählen: Niedrige NPL-Quoten im System, ein regionales und kleinteiliges Kreditportfolio, Einlagen die nahezu vollständig aus dem Inland kommen und eine Mitgliederstruktur aus zahlreichen kleinen Instituten ohne nennenswerte Klumpenrisiken. Zudem ist die genossenschaftliche Institutssicherung präventiv ausgerichtet – EDIS hingegen zielt auf den Entschädigungsfall. All diese Faktoren machen die genossenschaftliche Institutssicherung zu einem bewährten Sicherungssystem, das EDIS in seiner Leistungsfähigkeit weit übertrifft. Daher sollten derartige Institutssicherungssysteme bei der geplanten Umsetzung von EDIS solange ausgenommen werden, wie sie einen höheren Sicherheits- und Stabilitätsstandard als das europäische System bieten.

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