Preisträger der Journalistenpreise 2013

Peter Wagner: „Entscheidung in Sicht“


Den Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Preis (8.000 Euro) zum Thema wirtschaftliche Bildung erhielt Peter Wagner für seine Arbeit „Entscheidung in Sicht“, die am 6. März 2012 im jetzt-Magazin/Schule & Job der Süddeutschen Zeitung erschienen ist. In seiner eindringlichen Reportage über die 400 Jahre alte Töpferei Klampfleuthner auf Frauenchiemsee greift Wagner die Problematik der Unternehmensnachfolge und des drohenden Sterbens von Traditionshandwerk im Freistaat auf. Mit dem feinsinnigen Porträt dreier Generationen der Töpferfamilie versucht er Antworten zu geben auf die existenzielle Frage: Reicht Tradition als Triebfeder aus, um einen jahrhundertealten Familienbetrieb fortzuführen?

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Stefan Schmid: „Genuss-Scheine wörtlich genommen"


Mit dem Hermann-Schulze-Delitzsch-Preis (8.000 Euro) zum Themenfeld Verbraucherschutz haben die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken Stefan Schmid ausgezeichnet. In seinem vielschichtigen und rechercheintensiven Hörfunk-Betrag „Genuss-Scheine wörtlich genommen: Wenn Anleger ihre Rendite in Naturalien bekommen“ (Bayern 2 Notizbuch vom 4. Juli 2012), nähert er sich der Naturaldividende. Er lässt eine fränkische Confiserie von ihrem „Trüffelzins“ schwärmen und einen Biolandwirt erzählen, der seinen Hühnerstall über die Ausgabe von Genuss-Scheinen an Privatleute finanzierte. Gleichzeitig legt Schmid in seinem Beitrag kritisch offen, dass für den Verbraucher bei dieser Form der Geldanlage gegebenenfalls auch ein Komplettverlust entstehen kann.

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Hannes Vollmuth: "Die Montagsdemonstrantin"


Den Volontärspreis (4.000 Euro) zur Nachhaltigkeit erhielt der junge Autor Hannes Vollmuth. Er porträtierte in seinem Artikel „Die Montagsdemonstrantin“ in der Wochenendbeilage der taz vom 1./2. Dezember 2012 Jenifer Gabel. Seit mehreren Jahren demonstriert die Aktivistin jeden Montag in der Würzburger Innenstadt unter anderem für eine nachhaltige Politik und Lebensweise. Mit großer Präzision beschreibt er ihre vordergründig beliebig wechselnden politischen Forderungen und wie sich die Sinnhaftigkeit des Protests auch verlieren kann.

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