Gros: Mittelstand braucht Bürokratiebremse für Regionalbanken

03.02.2017


München, 3. Februar 2017
– Nach dem heutigen Treffen von Vertretern der Finanzbranche und der Wirtschaft mit Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner kommentiert Jürgen Gros, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB):

„Der Mittelstand in Bayern braucht Kredite, um zu investieren, um Wachstum und Arbeitsplätze zu schaffen. Verschärfte bürokratische Auflagen schnüren aber gerade den in der Mittelstandsfinanzierung starken Regionalbanken die Luft ab und gefährden damit die Kreditversorgung der Unternehmen. Mittlerweile müssen allein die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bayern jährlich 138 Millionen Euro an Regulierungskosten tragen. Diese Lasten behindern den Aufbau von zusätzlichem Eigenkapital.“

Gros weiter: „Wir brauchen nicht noch mehr Regulierung, wir brauchen eine angemessene Regulierung. Die Regeln müssen an den Geschäftsmodellen und Risikoprofilen von Banken ausgerichtet werden. Regionalbank ist nicht gleich international tätige Großbank. Die Stabilität der Finanzmärkte nimmt nicht zu, wenn kleine Institute stapelweise Meldebögen an Aufsichtsbehörden schicken. Wir brauchen eine Bürokratiebremse für Regionalbanken, damit die mittelständisch geprägte Wirtschaft keinen Schaden nimmt. Deshalb ist es richtig, wenn sich die bayerische Wirtschaftsministerin für eine verhältnismäßige Regulierung einsetzt.“