52-Gigawatt-Deckel fällt

Endlich Planungssicherheit für Betreiber von Photovoltaikanlagen

18.05.2020

Die Einigung der großen Koalition auf konkrete Schritte zum Ökostrom-Ausbau trifft auf Zustimmung des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB). „Betreiber von Photovoltaikanlagen erhalten durch den Wegfall des 52-Gigawatt-Deckels endlich die notwendige Planungssicherheit“, sagte GVB-Präsident Jürgen Gros, am Montag in München.

Ohne den Deckel wäre die Förderung für Photovoltaikanlagen ab einer Ausbauleistung von 52 Gigawatt entfallen. Dieser wird voraussichtlich schon in diesem Sommer erreicht sein. Die Abschaffung des Deckels galt eigentlich als ausgemacht. Im September des vergangenen Jahres hatte die Bundesregierung im Klimaschutzprogramm 2030 eine Streichung der Fördergrenze angekündigt. Trotzdem blieb die Deckelung weiter in Kraft. „Dass es nun so kurz vor Erreichen des Deckels doch noch eine Lösung geben soll, ist zu begrüßen“, sagte Gros. „Die gesetzliche Umsetzung muss nun aber schleunigst folgen“, mahnte er. Man habe schon viel Zeit verloren.

„Dezentrale Energieprojekte sind für das Gelingen der Energiewende entscheidend. Daher ist die nun erzielte Einigung ein wichtiger Schritt“, ergänzte Gros. „Viele Energiegenossenschaften haben im Vertrauen auf den Wegfall dieses Deckels in die umweltfreundliche Stromerzeugung mit Sonnenenergie investiert. Dieses Engagement stand wegen der ausstehenden Klarheit auf dem Spiel. Jetzt ist es höchste Zeit, die Einigung in Gesetzesform zu gießen“, sagte Gros.