Agrartag der bayerischen Genossenschaften

21.02.2013

Götzl prognostiziert steigende Agrarpreise und wachsende Nachfrage nach heimischen Erzeugnissen

Augsburg, 21. Februar 2013 – Die Preise für Agrarprodukte werden steigen. Davon geht Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), aus. Er führte für seine Einschätzung in einer Rede während des Agrartags der bayerischen Genossenschaften in Augsburg mehrere Gründe an. Dazu zählen ein globales Bevölkerungswachstum, steigende Einkommen in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie die zunehmende Nachfrage nach Agrarrohstoffen als Alternative zu fossilen Energieträgern.

„Diese Entwicklungen tragen dazu bei, dass die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen anziehen wird. Die Agrarpreise werden künftig deutlich höher sein als in der Vergangenheit“, prognostizierte Götzl den rund 1.000 Teilnehmern des genossenschaftlichen Agrartags. Das sei aus Sicht der bayerischen Erzeuger einerseits erfreulich. Andererseits werde der Preisanstieg von starken Marktschwankungen, wachsender Konkurrenz sowie einem globalen Wettlauf um Bewirtschaftungsflächen und Rohstoffen begleitet.

Für den GVB-Präsidenten ist die Konsequenz klar: „Nur diejenigen landwirtschaftlichen Unternehmen können sich künftig erfolgreich am Weltmarkt behaupten, die heimische Erzeugnisse glaubhaft produzieren und vermarkten“, so der GVB-Präsident. Dazu brauche es Produkte von guter Qualität. Diese müssten zudem regional klar zuordenbar sein. Insbesondere mit Blick auf landwirtschaftliche Erzeuger im Genossenschaftssektor forderte er deshalb: „Es muss uns gelingen, noch mehr regionale genossenschaftliche Lebensmittelmarken und Produktpaletten systematisch aufzubauen und zu positionieren. Das ist der beste Weg, um sich verlässliche Absatzmöglichkeiten zu schaffen und sich so gegen Risiken eines globalen Agrarmarkts abzusichern.“


Weitere Informationen

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