Agrartag der bayerischen Genossenschaftsorganisation

Götzl: „Ressourcenschutz ist schlichtweg alternativlos“

11.02.2014

München, 11. Februar 2014 – Können verantwortlicher Umgang mit der Natur, sichere Nahrungsmittelversorgung und landwirtschaftliche Produktionsziele ressourcenschonend in Übereinstimmung gebracht werden? Diese Frage bildete den thematischen Mittelpunkt des fünften Agrartags der bayerischen Genossenschaftsorganisation in Erlangen.

Eine klare Positionsbestimmung gab dazu der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), Stephan Götzl, den rund 800 Teilnehmern des Agrartags. In seiner Begrüßungsrede kam er auf den Punkt: „Beim Ressourcenschutz stellt sich nicht die Frage des ‚Ob‘, sondern die des ‚Wie‘. Denn er ist schlichtweg alternativlos.“

Götzl forderte das Zusammenwirken von Agrartechnik, politischen wie gesellschaftlichen Akteuren, Wirtschaft und Verbrauchern ein. Innovative Technologie sei wichtig. Aber die Produktivität dadurch zu steigern, dass Maschinen effizienter und Pflanzen widerstandsfähiger werden, reiche nicht aus. Genauso notwendig seien gut strukturierte Wirtschaftskreisläufe und ein bewusster sowie sensibler Umgang mit Nahrungsmitteln durch den Verbraucher.

Ausdrücklich verwies der GVB-Präsident auf die politische Aufgabe, regionale Wirtschaftskreisläufe zu fördern, und auf den Einfluss der Verbraucher: „Sie lenken mit ihrem Verhalten Ressourcen. Wenn sie regionale Produkte nachfragen, dann steuern sie damit die Nahrungsmittelproduktion.“ Deshalb begrüßte Götzl, dass in Bayern mittlerweile jeder fünfte für Lebensmittel ausgegebene Euro in regionale Produkte fließt. „Das fördert die heimische Landwirtschaft und dient den Wertschöpfungsprozessen vor Ort.“