Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik aufzeigen

10.06.2020

GVB beteiligt sich an Strategieüberprüfung der EZB

Die EZB soll ein Ende ihrer geldpolitischen Lockerungen und einen Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik in Aussicht stellen. Das fordert der GVB in einer Stellungnahme an die Notenbank. Die EZB verfolgt seit Jahren eine expansive Geldpolitik, die schwere Nebenwirkungen für die Volkswirtschaften der Eurozone hat. Der Verband setzt sich daher schon seit Langem für eine Kehrtwende in der Geldpolitik ein. Allerdings hat es die EZB bisher verpasst, die Zinswende einzuläuten. Als Reaktion der Corona-Krise hat die Notenbank stattdessen ihre Ankaufprogramme um eine Rekordsumme von mehr als eine Billion Euro ausgeweitet. Angesichts des enormen Umfangs der Maßnahmen spricht sich der Verband dafür aus, das Ankaufprogramm nur so lang als unbedingt nötig auszuführen und das Ende an klare Bedingungen zu knüpfen. Generell sollte die Notenbank regelmäßig hinterfragen, ob die von ihr eingesetzten Instrumente noch verhältnismäßig sind. Mit Bedenken sieht der Verband aktuelle Bestrebungen der Notenbank, den Klimaschutz in ihr Mandat zu integrieren. Die Einbeziehung von Klimaerwägungen in die Geldpolitik könnte vielmehr dazu führen, dass die EZB ihr primäres Mandat der Preisstabilität aus den Augen verliert. Hintergrund der Überlegungen ist die Strategieüberprüfung der EZB. Noch bis Mitte August kann sich die interessierte Öffentlichkeit im Zuge einer Online-Konsultation an den Strategieüberlegungen der EZB beteiligen. Seine Stellungnahme stellt der GVB als Anregung für die Mitglieder des Verbandes zur Verfügung. Wenn Sie an der Konsultation teilnehmen wollen, finden Sie untenstehend einen Link zur Online-Konsultation sowie die Eingabe des GVB.

Link zur Umfrage der EZB

Link zur GVB-Stellungnahme