Bankkarten im Urlaub

Sicher und flüssig auf Reise

06.06.2014

Die Urlaubszeit steht vor der Tür. Um auch im Ausland an Geld zu kommen, nutzen viele Reisende ihre Bankkarte. Doch in einigen Ländern ist die Zahl der Angriffe auf deutsche Girokarten besonders hoch. DZ-Bank-Experte Christian Bartsch gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

Urlaubszeit: Aus Angst vor Überfällen nutzen die meisten Urlauber lieber ihre Bankkarte statt Bargeld. Dabei gilt aber: Vorsicht vor Betrug. Foto: Panthermedia/mario4Urlaubszeit: Aus Angst vor Überfällen nutzen die meisten Urlauber lieber ihre Bankkarte statt Bargeld. Dabei gilt aber: Vorsicht vor Betrug. Foto: Panthermedia/mario4


Richtige Bankkarte wählen

Entscheidend ist die Wahl der richtigen Karte. Die VR-BankCard V-Pay ist unverzichtbar für Reisen in Europa. Sie wickelt grenzüberschreitende Transaktionen nur noch über Chip und PIN ab. Außerhalb Europas braucht man die VR-BankCard Maestro. Sie arbeitet dort, wo möglich, mit Chip, andernfalls mit Magnetstreifen.

Nie alles auf eine Bankkarte setzen

„Ein Urlauber sollte nie alles auf eine Karte setzen“, so Bartsch. Besser ist es, auf jeder Reise neben der Bankkarte noch eine Kreditkarte mitzunehmen. „Kreditkarten wie die GoldCard oder die ReiseCard bieten zudem nützliche Reisezusatzleistungen“, so Bartsch: „Mit einer VR-Bank-Card und einer genossenschaftlichen Kreditkarte hat der Kunde sichere, bequeme und kostengünstige Zahlungsmöglichkeiten bei sich.“

Auf manipulierte Geldautomaten achten

Natürlich kommt es zudem auf die individuelle Verantwortung beim Einsatz der Karten an. Lieber Geld an Automaten von Banken abheben und bei einem etwaigen Manipulationsverdacht auf das Abheben verzichten.

Um das Abheben im Ausland sicherer zu machen, haben viele Banken zudem in den letzten Jahren das so genannte Geoblocking eingeführt: Dabei überprüft eine Software die Abhebungsbeträge des Kunden im Ausland. Je mehr eine Person unterwegs ist, desto mehr kann sie abheben. Sollte einem Kunden das hierbei zugewiesene Tageslimit zu niedrig sein, kann er sich bei seiner Bank als weltweit Reisender eintragen lassen. Das ist auch spontan während des Urlaubs unter der +49 116 116 möglich. So ist der Kunde nie knapp bei Kasse. Über die Rufnummer kann er im Notfall auch seine Karten sperren lassen.

Was tun im Betrugsfall?

Kommt es tatsächlich zu einem Betrug, bleibt der Verbraucher meist nicht auf dem Schaden sitzen. Die Bank erstattet ihm das Geld in der Regel. Damit es gar nicht so weit kommt, sollte die Verbreitung des Chips in allen Regionen der Welt forciert werden, meint Bartsch: Denn solange es noch Terminals gibt, die keinen Chip akzeptieren, lässt sich der Magnetstreifen einer europäischen Chipkarte missbrauchen. „Europa hat bisher weltweit von allen Regionen das meiste gegen Kartenmissbrauch unternommen. Jetzt müssen sich die Bestrebungen auch auf die außereuropäischen Länder konzentrieren“, so Bartsch.