BAW Bayerische Akademie für Wirtschaftskommunikation eG

Neue Genossenschaft bietet Weiterbildungen für Kommunikationsfachleute

06.12.2017

Wer in der Unternehmenskommunikation tätig ist und sich weiterqualifizieren möchte, dem hilft künftig eine neue Genossenschaft aus München weiter: die BAW Bayerische Akademie für Wirtschaftskommunikation eG. Der Vorstandsvorsitzende Matthias Holz erklärt, welche Weiterbildungsangebote es gibt und warum sich die Gründer für die Rechtsform eG entschieden haben.

Aufsichtsrat und Vorstand der BAW Bayerische Akademie für Wirtschaftskommunikation eG (von links nach rechts): Aufsichtsratsvorsitzender Nils-Peter Hey, Aufsichtsrat Klaus Finck, Vorstandsmitglied Alexandra Dellmeier, Aufsichtsrat Stefan Levko und Vorstandsvorsitzender Matthias Holz.Aufsichtsrat und Vorstand der BAW Bayerische Akademie für Wirtschaftskommunikation eG (von links nach rechts): Aufsichtsratsvorsitzender Nils-Peter Hey, Aufsichtsrat Klaus Finck, Vorstandsmitglied Alexandra Dellmeier, Aufsichtsrat Stefan Levko und Vorstandsvorsitzender Matthias Holz. Foto: BAW


Die BAW Bayerische Akademie für Wirtschaftskommunikation ist eine „Qualifizierungsstätte für Professionals und angehende Professionals in sämtlichen Bereichen des Marketings“, sagt Holz. Man richte sich an Fachleute, die auf diesem Gebiet bereits tätig sind und sich dementsprechend weiterentwickeln wollen. Die ersten Kurse sind für das Frühjahr 2018 angesetzt. Ein Beispiel davon ist eine Qualifizierung zum Unternehmenssprecher. Weiterhin soll es ab kommendem Jahr Weiterbildungen im Bereich Marketing und Automation sowie zum Markenwertmanagement geben. Dieses Angebot will die BAW nach und nach um weitere Themenblöcke ergänzen.

Bei ihren Qualifizierungsangeboten setzt die Genossenschaft auf Präsenzveranstaltungen. „Das ist uns wahnsinnig wichtig, um einander kennenzulernen, Vertrauen zu schaffen und ein stabiles und tragfähiges Netzwerk aufzubauen“, erklärt Holz. Die BAW hält allerdings keine eigenen Räumlichkeiten für die Veranstaltungen vor, sondern mietet je nach Zielgruppe spezielle Seminarräume an. Man orientiere sich dabei an den Wünschen und Vorstellungen der jeweiligen Teilnehmer, so der Vorstandsvorsitzende.

Die Genossenschaft knüpft an die Tradition der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing an, die 2016 ihre Pforten schloss. Sie hatte in Ihrer 67-jährigen Geschichte an die 30.000 Absolventen hervorgebracht. Nachdem sich die Einrichtung immer als Heimat und Netzwerk verstanden habe, sei die Neugründung einer Genossenschaft naheliegend gewesen, erklärt Holz. Dementsprechend gehören zu den Mitgliedern vor allem Angehörige des ehemaligen Vereins, also Absolventen und Dozenten, aber auch Organisationen und Unternehmen.

Die BAW Bayerische Akademie für Wirtschaftskommunikation gehört ihren Mitgliedern


„Wir finden den Gedanken charmant, dass die BAW ihren Mitgliedern gehört“, sagt der Vorstandsvorsitzende über die Beweggründe, die Unternehmensform Genossenschaft zu wählen. Jedes Mitglied habe die gleichen Rechte und könne sich auch im Rahmen seiner Qualifizierung einbringen. Neben den ideellen Vorteilen gibt es aber auch noch finanzielle Vorzüge: Denn die Mitglieder der BAW bekommen die Qualifizierungsangebote zu vergünstigten Konditionen.

Als Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft hat Holz auch schon seine persönliche Berufung entdeckt: In der Gründungsphase fiel während eines Beratungsgesprächs beim Genossenschaftsverband Bayern der Satz, dass der Vorstand für das Wohl der Mitglieder sorge. Das blieb bei ihm hängen: „Eine schönere Aufgabenbeschreibung gibt es für mich nicht.“

Für die Zukunft hat die Genossenschaft vier große Ziele: Zum einen möchte sie erreichen, dass sich die Mitglieder und Teilnehmer auf aktuelle Inhalte und Methoden verlassen können. Ein zweiter wichtiger Punkt ist der Ausbau des Netzwerks, das als Karrieresprungbrett und zum Wissenstransfer dienen soll. Das dritte Ziel ist für die Genossenschaft die stetige Weiterentwicklung, beispielsweise in der Organisation oder in den Inhalten. Und nicht zuletzt möchte die BAW moderne Pädagogik und bestmögliche Lehrmethoden einsetzen. Das werde, so Holz, in den nächsten Jahren vollkommen im Fokus stehen.