Bayerische Volksbanken und Raiffeisenbanken vergeben Journalistenpreise 2015

09.10.2015

Ingolstadt, 9. Oktober 2015 – Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken haben mit ihren Journalistenpreisen herausragende publizistische Arbeiten ausgezeichnet. Preisträger des Jahres 2015 sind Sebastian Heinrich von der Mittelbayerischen Zeitung, Christiane Hawranek und Maximilian Zierer vom Bayerischen Rundfunk sowie Susanne Weiß vom Münchner Merkur/Tölzer Kurier. Sie wurden heute im Rahmen einer Festveranstaltung in Ingolstadt geehrt. Ihre Preise sind mit insgesamt 20.000 Euro dotiert.

Mit dem Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Preis (8.000 Euro) zum Thema wirtschaftliche Bildung wurde Sebastian Heinrich für seine Reportage „Der alte Mann und die Donau“ aus der Mittelbayerischen Zeitung vom 25. August 2014 ausgezeichnet. Er porträtiert darin einen der letzten traditionellen Donaufischer, der gleichzeitig ein Handelsunternehmen für importierten Fisch betreibt. Die Jury überzeugte, dass Heinrich „ein besonderes, für die Region und die einheimischen Menschen relevantes Thema für seine Tageszeitung entdeckt und großartig aufbereitet hat“.

Die Gewinner des Hermann-Schulze-Delitzsch-Preises (8.000 Euro) für Verbraucherschutz sind Christiane Hawranek und Maximilian Zierer. Sie erhalten die Auszeichnung für ihren Funkstreifzug „Unter Beobachtung: Wie Überwachungskameras unser Leben ausspähen“, der am 30. November 2014 im Radioprogramm B5 Aktuell und im Internet als „Webstory“ story.br.de/kameras/ veröffentlicht wurde. Dabei gehen die beiden Journalisten der Frage nach, ob der Einsatz von Überwachungskameras an Schulen, Bahnhöfen und öffentlichen Plätzen verhältnismäßig ist oder Sicherheit nur suggeriert. Nach Meinung der Jury ist diese Hörfunk– und Webspezial-Reportage äußerst aufwendig und hartnäckig recherchiert. Das „Dilemma zwischen Sicherheit, Abschreckung und Datenschutz“ sei trefflich herausgearbeitet.

Den Förderpreis für junge Journalisten (4.000) zum Themenfeld Nachhaltigkeit nahm Susanne Weiß für ihre Reportage „Dorfläden – eine bedrohte Idylle“ entgegen. Der Beitrag ist im Münchner Merkur am 12. November 2014 erschienen. Weiß setzt sich in ihrem Text mit der Zukunft der Nahversorgung der Menschen im ländlichen Raum auseinander. Die Jury: „Die Geschichte ist ungemein nah am Leser. Sie spürt nach. Und sie arbeitet heraus, dass der Einzelne sehr wohl die Entscheidungsmöglichkeit hat, das Regionale und Lokale zu unterstützen.“