Beratungsprotokolle

Götzl fordert Koalitionsvertrag ein

20.08.2014

Alarmiert zeigt sich Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), angesichts des zunehmenden Rückzugs regionaler Banken aus der Aktienberatung. „Vor allem kleinere Institute bieten regulierungsbedingt immer weniger Aktienberatung an“, so Götzl.

 Bei den Vorgaben für Beratungsprotokolle fordert Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), Nachbesserungen von der Politik.Bei den Vorgaben für Beratungsprotokolle fordert Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), Nachbesserungen von der Politik.


Es sei dringend notwendig, die politischen Konsequenzen aus der Einführung von Beratungsprotokollen und Produktinformationsblättern zu ziehen. Es gelte, die Rahmenbedingungen für eine Bankberatung anlegergerecht zu justieren. „Die Bundesregierung muss ihr eigenes Pflichtenheft ernst nehmen und das umsetzen, was sie im Koalitionsvertrag angekündigt hat: Danach sollen die Zweckmäßigkeit und Verständlichkeit von Produktinformationsblättern und Beratungsprotokollen regelmäßig überprüft und Verbesserungen umgesetzt werden‘“, mahnt Götzl.

In diesem Sinne fordert der Repräsentant der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken, dass Anleger auf eigenen Wunsch im Beratungsgespräch auf ein Protokoll verzichten können. Außerdem sollten Produktinformationsblätter für Einzelaktien sowie einfache Anleihen abgeschafft werden und der Verbraucherschutz im Finanzbereich sich wieder stärker am Leitbild des mündigen Bürgers orientieren. Götzl: „Ich plädiere dafür, den Menschen im Bereich der ökonomischen Bildung gezielte Hilfestellungen zu geben, ihnen dann aber auch etwas zuzutrauen und sie nicht bevormunden zu wollen.“


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Pressemitteilung: Götzl mahnt Bundesregierung zur Umsetzung des Koalitionsvertrags


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