Bilanzpressekonferenz Niederbayern 2014

VR-Banken weiterhin auf Wachstumskurs

25.03.2014

Geschäftsjahr 2013 mit guter Ertragslage abgeschlossen

Von links: Dr. Werner Leis, stellvertretender Bezirkspräsident, Alois Atzinger, stellvertretender Bezirkspräsident, Claudius Seidl, Bezirkspräsident und Rupert Winter, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Deggendorf-Plattling.

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Niederbayern konnten im Geschäftsjahr 2013 durch Einlagenzuflüsse ein Wachstum um 2,4 Prozent auf eine Bilanzsumme von 17,3 Milliarden Euro verzeichnen.

Einen hohen Zuwachs verzeichneten die Ausleihungen mit 4,8 Prozent auf 10,6 Milliarden. Besonders im Privatkundengeschäft entwickelte sich, aufgrund der hohen Nachfrage nach Immobilienkrediten, die Kreditnachfrage erfreulich. Sie konnte um 4,8 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro gesteigert werden. Das Kreditvolumen an Firmenkunden wurde um 4,2 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro ausgeweitet. Schwerpunkte bildeten der Dienstleistungs- und Energiesektor.

Bei den Kundeneinlagen verzeichneten die niederbayerischen Kreditgenossenschaften einen Zufluss von 0,4 Milliarden Euro auf 12,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es erfolgte weiterhin eine Verlagerung von Termineinlagen (-14,8 Prozent) hin zu liquiden Sichteinlagen (+12,9 Prozent). Grund für diese Umschichtungsbewegungen ist die Niedrigzinsphase.

Auch das Verbundgeschäft 2013 verlief in Niederbayern zufriedenstellend, sodass sich das betreute Kundenanlagevolumen um 4,9 Prozent auf 19,6 Milliarden Euro ausweitete.

Das niedrige Zinsniveau macht sich in der Gewinn- und Verlustrechnung der Institute bemerkbar. Die Zinsspanne der 43 niederbayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der beiden Teilzahlungsbanken hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent auf 2,54 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS 433 Mill. €) geringfügig verschlechtert. Das Provisionsgeschäft ist ebenfalls leicht rückläufig.

Die Betriebskosten blieben mit 1,92 Prozent der dBS auf dem Vorjahresniveau. Es wurde somit ein Betrag von 326 Millionen Euro aufgewendet. Unter dem Strich ergibt sich eine Aufwand/Ertrag-Relation von 60,8 Prozent. Trotz geringfügiger Verschlechterung der Kennziffer, liegt sie noch unter dem Durchschnitt aller bayerischen Kreditgenossenschaften von 62,5 Prozent. Damit können die Genossen angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen durchaus zufrieden sein.

Geringe Belastungen sind in 2013 aus der Risikovorsorge entstanden. So waren im Kreditbereich lediglich Abschreibungen in Höhe von 0,01 Prozent der dBS, also 2,5 Millionen Euro erforderlich. Dieser Wert zeigt: Das Kreditbuch der niederbayerischen Volks- und Raiffeisenbanken ist äußerst solide. Im Bewertungsergebnis Wertpapiere spiegeln sich die allgemeinen Schwankungen an den Märkten wider. Nach den hohen Zuschreibungen in 2012 von 0,2 Prozent der dBS ergibt sich 2013 eine geringe Belastung von 0,06 Prozent der dBS.

Geringfügig rückläufige Erträge in Verbindung mit konstanten Kosten und einer sehr überschaubaren Risikovorsorge führen zu einem insgesamt guten Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 1,15 Prozent der dBS, also 195 Millionen Euro.

Durch das respektable Ergebnis können die niederbayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken ihre Eigenkapitalbasis nochmals stärken. Sie verfügen nun über eine Kernkapitalquote von 11,45 Prozent. Die gesamte Eigenkapitalquote beläuft sich auf 17,05 Prozent.

Aber nicht nur die gute Kapitalisierung garantiert die Stabilität der niederbayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Dazu tragen ebenso die Mitglieder als Anteilseigner bei. In 2013 stieg ihre Anzahl um 2,6 Prozent auf über 291.000. Mehr und mehr Mitglieder vertrauen in die Solidität und das bewährte Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken.