Bilanzpressekonferenz Oberpfalz 2014

VR-Banken weiterhin auf Wachstumskurs

31.03.2014

Geschäftsjahr 2013 mit guter Ertragslage abgeschlossen

Von links: Herbert Meier, stellvertretender Bezirkspräsident, Maximilian Zepf, Bezirkspräsident, Herbert Eder, stellvertretender Bezirkspräsident

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in der Oberpfalz konnten im Geschäftsjahr 2013 durch Einlagenzuflüsse ein Wachstum um 1,1 Prozent auf eine Bilanzsumme von 16,7 Milliarden Euro verzeichnen.

Einen hohen Zuwachs verzeichneten die Ausleihungen mit 5,6 Prozent auf 8,0 Milliarden. Besonders im Privatkundengeschäft entwickelte sich die Kreditnachfrage erfreulich. Sie konnte um 4,6 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Das Kreditvolumen an Firmenkunden wurde um 5,2 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro ausgeweitet. Schwerpunkt bildete der Dienstleistungssektor.

Bei den Kundeneinlagen verzeichneten die oberpfälzischen Kreditgenossenschaften einen Zufluss von 0,1 Milliarden Euro auf 13,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es erfolgte weiterhin eine Verlagerung von Termineinlagen (-25,3 Prozent) hin zu liquiden Sichteinlagen (+12,5 Prozent). Grund für diese Umschichtungsbewegungen ist die Niedrigzinsphase.

Auch das Verbundgeschäft 2013 verlief in der Oberpfalz zufriedenstellend, sodass sich das betreute Kundenanlagevolumen um 5,0 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro ausweitete.

Das niedrige Zinsniveau macht sich in der Gewinn- und Verlustrechnung der Institute bemerkbar. Die Zinsspanne der 31 oberpfälzischen Volksbanken und Raiffeisenbanken hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und liegt derzeit bei 2,10 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS 347 Mill. €). Im Provisionsgeschäft ist eine Steigerung auf 0,53 Prozent zu verzeichnen.

Die Betriebskosten sind mit 1,60 Prozent der dBS um 4 Basispunkte angestiegen. Es wurde somit ein Betrag von 264 Millionen Euro aufgewendet. Unter dem Strich ergibt sich eine Aufwand/Ertrag-Relation von 59,7 Prozent. Trotz geringfügiger Verschlechterung der Kennziffer, liegt sie noch unter dem Durchschnitt aller bayerischen Kreditgenossenschaften von 62,5 Prozent. Damit können die Genossen angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen durchaus zufrieden sein.

Geringe Belastungen sind in 2013 aus der Risikovorsorge entstanden. So waren im Kreditbereich mit 0,5 Millionen Euro sehr geringe Abschreibungen erforderlich. Dieser Wert zeigt: Das Kreditbuch der oberpfälzischen Volks- und Raiffeisenbanken ist äußerst solide. Im Bewertungsergebnis Wertpapiere spiegeln sich die allgemeinen Schwankungen an den Märkten wider. Nach den hohen Zuschreibungen in 2012 von 0,22 Prozent der dBS ergibt sich 2013 eine geringe Belastung von -0,11 Prozent der dBS.

Höhere Erträge in Verbindung mit leicht steigenden Kosten und einer überschaubaren Risikovorsorge führen zu einem Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 0,90 Prozent der dBS, also 149 Millionen Euro.

Durch das respektable Ergebnis können die oberpfälzischen Volksbanken und Raiffeisenbanken ihre Eigenkapitalbasis nochmals stärken. Sie verfügen nun über eine Kernkapitalquote von 11,45 Prozent. Die gesamte Eigenkapitalquote beläuft sich auf 18,20 Prozent.

Aber nicht nur die gute Kapitalisierung garantiert die Stabilität der oberpfälzischen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Dazu tragen ebenso die Mitglieder als Anteilseigner bei. In 2013 stieg ihre Anzahl um 1,9 Prozent auf über 226.000. Mehr und mehr Mitglieder vertrauen in die Solidität und das bewährte Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken.