Bilanzpressekonferenz Unterfranken

Volksbanken und Raiffeisenbanken erzielen respektables Geschäftsergebnis 2013

25.03.2014

Solide Geschäftsaussichten der unterfränkischen Genossenschaftsbanken



Von links: Claus Jäger, stellvertretender Bezirkspräsident und Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Aschaffenburg, Rainer Wiederer, Bezirkspräsident und Vorstandssprecher der Volksbank Raiffeisenbank Würzburg, Roland Streng, Regionaldirektor der Regionaldirektion Franken

Die 31 Volksbanken und Raiffeisenbanken haben das Geschäftsjahr 2013 mit einem respektablen Ergebnis abgeschlossen. Das gab GVB-Bezirkspräsident Rainer Wiederer bei der Bilanzpressekonferenz 2014 bekannt. Die Bilanzsumme erhöhte sich im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent und damit um 0,3 Milliarden Euro auf 13,3 Milliarden Euro.

Einen hohen Zuwachs verzeichneten die Ausleihungen. Sie konnten um 4,4 Prozent, also um 0,3 Milliarden Euro, auf 6,8 Milliarden Euro gesteigert werden.

Besonders im Firmenkundengeschäft entwickelte sich die Kreditnachfrage erfreulich. Sie erhöhte sich um 4,7 Prozent, also um 0,1 Milliarden Euro, auf 3,0 Milliarden Euro.

Das Kreditvolumen an Privatkunden wurde um 3,8 Prozent, oder 0,1 Mrd. Euro, auf 3,7 Milliarden Euro ausgeweitet. Viele Kunden nutzen die niedrigen Zinsen insbesondere für Baufinanzierungen.

Auch bei den bilanziellen Kundengeldern ist ein Zufluss zu verzeichnen. Diese haben im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent oder 0,3 Milliarden Euro auf 10,4 Milliarden Euro zugelegt.

Großteils bestehen die Kundengelder aus liquiden Sichteinlagen, die sich um 9,2 Prozent oder 0,5 Milliarden Euro auf 5,6 Milliarden Euro erhöht haben.

Die Termineinlagen sind dagegen weiterhin rückläufig. Sie haben sich um -16,7 Prozent oder -0,2 Milliarden Euro auf 1,0 Milliarden Euro verringert. Grund dafür ist die Niedrigzinsphase.

Auch das Verbundgeschäft 2013 hat sich in Unterfranken sehr gut entwickelt. Insgesamt hat sich das betreute Kundenanlagevolumen um 3,3 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro erhöht.

Zinsspanne verbessert

Die Zinsspanne der unterfränkischen Kreditgenossenschaften hat sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Basispunkt auf 2,37 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) verringert. Grund hierfür ist auch das ordentliche Wachstum im Kreditgeschäft.

Das Provisionsgeschäft ist hingegen leicht rückläufig. So hat sich die Provisionsspanne um 3 Basispunkte auf 0,66 Prozent der dBS verringert.

Die Betriebskosten konnten mit 1,96 Prozent der dBS um fünf Basispunkte gesenkt werden. Unter dem Strich ergibt sich eine Aufwand/Ertrag-Relation von 64,9 Prozent. Positiv ist auch: Aus der Risikovorsorge entstanden in 2013 nur geringe Belastungen. So waren im Kreditbereich mit 0,00 % der dBS (0,5 Mio. Euro) so gut wie keine Abschreibungen erforderlich.

Dieser Wert zeigt: Das Kreditbuch der unterfränkischen Volksbanken und Raiffeisenbanken ist äußerst solide. Im Bewertungsergebnis Wertpapiere spiegeln sich die allgemeinen Schwankungen an den Märkten wider. Nach den hohen Zuschreibungen in 2012 (0,16 Prozent der dBS) ergibt sich in 2013 eine sehr geringe Belastung von -0,08 Prozent der dBS.

Geringfügig rückläufige Erträge in Verbindung mit leicht gesunkenen Kosten und einer überschaubaren Risikovorsorge führen zu einem Bereinigten Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 0,89 Prozent der dBS, also 116 Millionen Euro.

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Unterfranken konnten zudem ihre Eigenkapitalbasis nochmals stärken. Sie verfügen nun über eine Kernkapitalquote von 12,56 Prozent. Die gesamte Eigenmittelquote beläuft sich auf 19,11 Prozent.

Die Anzahl der Mitglieder als Anteilseigner stieg in 2013 um 2,3 Prozent oder 7.267 auf knapp 322.000.

Unterfränkische Genossenschaftsbanken bewerten Geschäftsaussichten als solide. Laut der jüngsten GVB-Konjunkturumfrage sehen sich die Kreditgenossenschaften im Regierungsbezirk in einer „guten“ oder „zufriedenstellenden“ Lage. Mit dem aktuellen Kreditgeschäft zeigt sich die überwiegende Mehrheit der unterfränkischen Umfrageteilnehmer ebenfalls zufrieden. So bezeichnen 92 Prozent die aktuelle Kreditnachfrage im Privatkundengeschäft als hoch oder durchschnittlich. Im Firmenkundensegment äußern sich sogar 83 Prozent entsprechend.