Brüssel räumt Schwachstellen bei Regulierung ein

05.10.2016

Die EU-Kommission hat Handlungs- und Korrekturbedarf bei der europäischen Finanzmarktregulierung festgestellt. Das ist das Ergebnis einer Konsultation, an der sich auch der GVB beteiligt und auf Missstände hingewiesen hatte.

Im vergangenen Herbst hatte die EU-Kommission die Finanzbranche dazu aufgerufen, Beispiele für unangemessene regulatorische Belastungen zu nennen. Der GVB sprach sich in diesem "Call for Evidence" für mehr Verhältnismäßigkeit in der Bankenregulierung aus und lieferte konkrete Vorschläge zur Vereinfachung der Vorschriften. Diese finden sich im Arbeitspapier der EU-Behörde wieder, das der Börsen-Zeitung vorliegt.

Die EU-Kommission will laut dem Bericht nun Maßnahmen ergreifen, um administrative Belastungen für kleinere Banken zu verringern und aufsichtsrechtliche Vorgaben stärker auf sie auszurichten. Demgemäß soll die EU-Abwicklungsrichtlinie (BRRD) im Sinne kleiner und mittlerer Kreditinstitute nachgebessert werden. Zudem spricht sich die EU-Kommission für den Erhalt des KMU-Korrekturfaktors aus. So würde sichergestellt, dass die Eigenkapitalanforderungen für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auch in Zukunft nicht erhöht werden. Damit griff die EU-Kommission in ihrem Arbeitspapier zentrale Forderungen des GVB auf.