Bürger einbinden und mitnehmen

23.09.2014

Zwei bayerische eGs zeigen, wie Energiewende von unten funktionieren kann.

Photovoltaik: Ein Baustein der Energiewende.Photovoltaik: Ein Baustein der Energiewende


Die Energiewende ist eine der größten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland. Damit sie Erfolg hat, müssen viele Akteure im Kleinen mit anpacken. Energiegenossenschaften sind dafür eine ideale Unternehmensform, denn sie stehen für eine dezentrale Energieerzeugung unter Bürgerbeteiligung.

Wie in der Oberpfälzer Stadt Nabburg. Hier gründete sich vor drei Jahren die Bürgerenergie Mittlere Oberpfalz (BEMO). Ziel war es von Anfang an, an einem Strang zu ziehen und gemeinsam einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Und das kommt an: Über 250 Nabburger haben inzwischen Anteile an der Genossenschaft gezeichnet. Mittlerweile unterhält die Genossenschaft sechs Photovoltaikanlagen und versorgt insgesamt über 600 Haushalte mit grüner Energie.  Die Genossenschaft produziert vor Ort den Strom, der wieder in der Region verbraucht wird.

Auch in Neuburg-Schrobenhausen hat sich vor Kurzem eine Bürgerenergiegenossenschaft  gegründet. Sie baut derzeit an der zweiten Photovoltaikanlage auf einer örtlichen Reithalle. Obwohl die Auswirkungen des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) 2014 noch nicht ausreichend abzuschätzen sind, lassen sich die oberbayerischen Genossen nicht abschrecken. Im Gegenteil: Sie planen bereits ihr nächstes Projekt. So möchten sie ihren Mitgliedern demnächst einen eigenen Ökostrom-Tarif anbieten.



Über die Bürgerenergie Mittlere Oberpfalz (BEMO) sowie die Bürgerenergiegenossenschaft Neuburg-Schrobenhausen berichtete das Bayerische Fernsehen im Umweltmagazin „Unkraut“.