Bundesbankpräsident Weidmann fordert „Erleichterungen“ für Regionalbanken

Regulatorik darf nicht zur Wachstumsbremse werden

12.05.2016

München, 12. Mai 2016 – Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) begrüßt die Forderung von Bundesbankpräsident Jens Weidmann, bei der Bankenregulierung stärker auf Verhältnismäßigkeit zu achten. Weidmann hat sich heute in der Börsen-Zeitung für „Erleichterungen“ für kleine und mittlere Banken ausgesprochen. Diese würden durch die verschärften Regulierungsstandards „überproportional belastet“.

„Regionalbanken leisten einen wesentlichen Beitrag für Wachstum und Beschäftigung. Unverhältnismäßige aufsichtsrechtliche Vorschriften sollten sie daran nicht hindern – sonst wird Regulatorik zur Wachstumsbremse“, stimmt GVB-Vorstand Jürgen Gros im Namen der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken den Aussagen Weidmanns zu. Meldepflichten und Eigenkapitalanforderungen müssten dringend stärker auf die Geschäftsmodelle und Risikoprofile der Banken ausgerichtet werden. Gros: „Es gibt nun mal deutliche Unterschiede zwischen Regionalbanken, international tätigen Großbanken und Investmentbanken.“

„Banken sollen der Wirtschaft dienen und nutzen“, so der GVB-Vorstand weiter. Deshalb dürften die für die Finanzierung mittelständischer Unternehmen bedeutenden Regionalbanken nicht durch überzogene Vorschriften daran gehindert werden, eine verlässliche und langfristige Kreditversorgung zu gewährleisten. Die Forderung des Bundesbankpräsidenten  sei deshalb richtig. Gros: „Er hat die Leitlinie definiert, der Bankenregulatoren und politische Entscheider folgen sollten, damit Regionalbanken ihre Rolle als Finanzdienstleister für den Mittelstand weiterhin erfüllen können."