Cooperative Change Group eG

Veränderungsprozesse managen

13.08.2014

Neuerungen in Unternehmen stoßen bei Mitarbeitern nicht immer auf Begeisterung. Eine Münchner Genossenschaft hilft Unternehmen dabei, solche Veränderungen richtig umzusetzen.


Veränderungsmanagement, dargestellt an Lego-Figuren: Mithilfe diverser Methoden stellen Berater der Cooperative Change Group ihren Kunden die im Unternehmen anstehenden Veränderungen anschaulich dar. Foto: CCGVeränderungsmanagement, dargestellt an Lego-Figuren: Mithilfe diverser Methoden stellen Berater der Cooperative Change Group ihren Kunden die im Unternehmen anstehenden Veränderungen anschaulich dar. Foto: CCG



Bei Veränderungsprozessen in Betrieben werden Unternehmensbereiche wie zum Beispiel Strategie, Personal und Kommunikation oft vollkommen getrennt betrachtet, andere gar missachtet. Das führt nicht selten zu Widerstand in der Belegschaft. Fünf Spezialisten für Veränderungsmanagement haben sich im letzten Jahr zur Cooperative Change Group eG (CCG) zusammengeschlossen. Sie wollen den Wandel in Betrieben unterstützen, damit solche Veränderungen reibungslos ablaufen.

Die Genossenschaftsmitglieder kommen aus ganz verschiedenen Bereichen – unter anderem der Personalberatung, dem Führungskräftecoaching und der Organisationsentwicklung. Stephan Heinle, einer der Initiatoren der Genossenschaft, und seine Kollegen bündelten mit der Gründung ihre Kompetenzen. „Wir leben unseren Kunden Interdisziplinarität vor. Zudem stellen wir statt Hierarchiedenken den gegenseitigen Austausch in den Vordergrund“, sagt Heinle.

Die Cooperative Change Group schaut bei Veränderungsprozessen über den Tellerrand


Die Berater versuchen dabei, die unterschiedlichen Organisationsbereiche möglichst stark zu vernetzen. Das ist dann besonders wichtig, wenn zum Beispiel ein Unternehmen seine Geschäftsfelder neu ausrichten will, Abteilungen zusammenlegt oder eine Tochtergesellschaft nach der Trennung vom Mutterkonzern auf eigenen Beinen stehen muss. Heinle und seine Mitarbeiter sind beim Kunden vor Ort und übernehmen vor allem das Management der Veränderungsprojekte.

Auf bestimmte Fehler stößt die Cooperative Change Group immer wieder: „Die Planung eines Projekts ist nicht umfangreich genug, die Ziele sind nicht klar definiert oder es wurde nicht genau analysiert, welche Mitarbeiter betroffen sind“, so Heinle. In jedem Projekt könne es schließlich Verlierer geben, die Widerstand leisten. Deshalb müsse man die Belegschaft intensiv einbinden.

Problematisch sei außerdem, dass Führungskräfte oft nicht das vorleben, was sie selbst fordern. „Wort und Tat müssen übereinstimmen, damit ein Veränderungsprozess gelingt“, so der Mitgründer. Daher trainieren Heinle und seine Kollegen besonders die höheren Hierarchieebenen für das Managen von Veränderungen. Zudem erstellen die Veränderungsberater Analysen und Projektpläne, um wirklich alle Betroffenen einzubeziehen.

Genossenschaftliches Miteinander unterstützt Veränderungsprozesse


„Gerade in der Genossenschaft kommt das Prinzip des Gebens und Nehmens sehr gut zum Tragen“, so Heinle. Die dort vorherrschende Vernetzung und die gemeinsame Problemlösung hätten mehr Erfolg als autoritär geführte Veränderungsprozesse, meint er. Ein genossenschaftliches Miteinander ist in der Lage, Unternehmen auch für junge Fachkräfte attraktiver zu machen, da dort eine partizipativere Unternehmenskultur gelebt werden könne. 


Den vollständigen Artikel über die Cooperative Change Group finden Sie in der August-Ausgabe von "Profil - das bayerische Genossenschaftsblatt".