„Damit sicher sicher bleibt“

Deutsche Wirtschaft lehnt EU-Einlagensicherung ab

07.06.2016

Die deutsche Wirtschaft warnt vor einer zentralen europäischen Einlagensicherung. Mehrere Verbände plädieren beim Sparerschutz stattdessen für den Erhalt bewährter nationaler Systeme. Dazu haben sie die Initiative „Damit sicher sicher bleibt“ gestartet.

Der Initiative gehören neben den Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland unter anderem auch der DSGV, der Zentralverband des Deutschen Handwerks sowie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) an. Gemeinsam sprechen sie sich gegen die im November 2015 vorgelegten Pläne der Europäischen Kommission für ein zentrales EU-Einlagensicherungssystem aus.

Das Vorhaben gefährde die Stabilität der deutschen Volkswirtschaft, heißt es in einer Pressemitteilung. Insbesondere die vielen mittelständisch geprägten und familiengeführten Unternehmen seien in hohem Maße auf Fremdfinanzierungen durch Kreditinstitute angewiesen. Vertrauen in funktionierende Sicherungssysteme sei aber zwingend notwendig, damit Spargelder verlässlich und langfristig für  Mittelstandskredite zur Verfügung stünden. Würden Kundengelder durch eine EU-Einlagensicherung zweckentfremdet, um Banken in Drittländern zu unterstützen, könnte das jedoch die Bonität von Kreditinstituten erheblich gefährden. Dies wiederum würde das Vertrauen der Einleger erheblich schädigen.

Ebenso wie der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) in den vergangenen Monaten setzt sich die Initiative für den Erhalt der bewährten Sicherungssysteme ein. Die Institutssicherungssysteme der Genossenschaftsbanken und Sparkassen sowie das freiwillige Einlagensicherungssystem der privaten Banken schützen seit Jahrzehnten zuverlässig die Sparguthaben in Deutschland, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.