Deckelung von Dispozinsen nicht zielführend

14.05.2021

Neuer GVB Standpunkt zur Versachlichung der Dispo-Deckel-Diskussion

Verbraucherschützer und Parteien wie die Grünen oder die Linke sprechen sich für eine staatliche Begrenzung der Dispozinsen aus. Dieser tiefe Eingriff in die private Vertragsfreiheit ist aus sachlich-fachlicher Sicht jedoch nicht gerechtfertigt. Der GVB ruft daher in einem neuen Onepager zu mehr Fakten in der Debatte auf: Ein Blick auf die Zahlen verrät, dass der Dispo-Zins im Durchschnitt in den letzten Jahren stetig zurückging und zuletzt bei 7,32 Prozent lag. Der Vorwurf, dass Banken sich am Überziehungskredit bereichern würden, ist bei einem Anteil von nur 1,8 Prozent am Gesamtzinsertrag der bayerischen Kreditgenossenschaften hinfällig. Dass die Zinsen beim Dispo-Kredit höher sind als beim klassischen Ratenkredit, liegt vor allem an seiner Funktion: Kunden nutzen ihren Dispo-Rahmen als flexible und kurzfristige Überbrückung. Für Banken bedeutet er damit zusätzliche regulatorische Überwachungspflichten und ist nur schwer planbar. Daher ist der Dispokredit kostenintensiver. Bankkunden haben grundsätzlich jederzeit die Option, ihren Dispokredit auf einen günstigeren Ratenkredit umzuschulden. Außerdem listen Vergleichsportale detaillierte Kontokonditionen inkl. Dispozinssätze, sodass Bankkunden einen transparenten Markt vorfinden, in dem sie jederzeit und unkompliziert ihr Konto mit Hilfe ihrer Bank wechseln können.

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