Die Baumgenossen eG

Seminar in 20 Metern Höhe

07.12.2015

Die Nürnberger Genossenschaft Die Baumgenossen eG bietet bundesweit Fortbildungen für Baumpfleger an. Dazu gehören neben Pflanzenschutz- und Motorsägenkursen auch Schulungen in Seilklettertechnik. „Profil - das bayerische Genossenschaftsblatt“ war zu Besuch bei einem Seminar, bei dem es hoch hinausgeht.

Seilkletterkurs der Baumgenossen eG
Auf dem Weg nach oben: Teilnehmer beim Seilkletterkurs der Baumgenossen eG.


Dirk Jöchner blickt nach oben in die Baumkrone einer Buche im Stadtpark in Stein bei Nürnberg. Dort sitzen zwei der Teilnehmer seines Kurses für Seilklettertechnik. Ihre Aufgabe ist zunächst, mit den Seilen einen Ankerpunkt in der Spitze der Baumkrone zu setzen. „Da hat man die besten Möglichkeiten, sich im Baum zu bewegen“, erklärt Jöchner. Eigentlich ist er Fachagrarwirt für Baumpflege und -sanierung und betreibt eine Firma für Baumpflege und Höhenarbeiten. Hier ist er aber als Mitglied der Nürnberger Genossenschaft Baumgenossen eG vor Ort. Wie der Name schon andeutet, bietet die Genossenschaft Fortbildungen für Baumpfleger an. Dazu gehören unter anderem die Fachgebiete Arten- und Pflanzenschutz oder Pflege für Obst­, Zier- und Blühgehölze. Die Kurse finden im gesamten Bundesgebiet statt.

Baumpflegerkollegen gründen eG


Die Baumgenossen können auf langjährige Erfahrung in ihrer Branche zurückgreifen. Denn sie haben schon viele Jahre gemeinsam in einer Ausbildungsstätte für Baumpflege-­ und Baumkletterkurse zusammengearbeitet, bevor sie eine Genossenschaft gründeten. „Wir hatten schon als Team zusammengearbeitet“, erklärt Vorständin Patricia Besel. Sie kümmert sich bei der Nürnberger Genossenschaft federführend um die Organisation. „Für uns war wichtig: Wenn wir da was gemeinsam machen, soll sich das auch in der Rechtsform ausdrücken.“ So habe man sich für die Genossenschaft entschieden. Auch Kletterlehrer Jöchner war von dem Modell überzeugt: „Man hat es ein Stück weit selbst in der Hand und kann mitgestalten – da ist das Genossenschaftsmodell bestens dafür geeignet“, sagt er.

Baumpfleger immer mehr gefragt


Für Baumpfleger wie ihn und seine Kursteilnehmer gab es in den vergangenen Jahren einen deutlichen Zuwachs an Aufträgen. Die Anforderungen bei der Sicherheit stiegen und es kamen rechtliche Fragen auf. So müssen Baumbesitzer dafür sorgen, dass herunterfallende Äste niemanden verletzen können. Viele Kommunen haben dazu Baumschutzsatzungen erlassen.

Immer mehr private Baumbesit­zer gehen unter anderem deshalb dazu über, die Pflege von Fachleuten übernehmen zu lassen. Damit es genug ausgebildetes Personal gibt, sind Schulungen wie die der Baumgenossen nötig. Sie wollen dieser steigenden Nachfrage mit einem noch umfangreicheren Kursangebot entgegenkommen. Das soll dann teilweise auch auf die individuellen Bedürfnisse der Schulungsteilnehmer ausgerichtet sein: „Da stricken wir denen was zusammen“, sagt Besel.


Der vollständige Beitrag ist in der Dezember-Ausgabe von „Profil - das bayerische Genossenschaftsblatt“ erschienen.


Impressionen vom Kletterkurs der Baumgenossen eG