DIW kritisiert EU-Einlagensicherung

03.12.2015

Auch das Berliner Wirtschaftsforschungsinstitut DIW hält eine europäische Einlagensicherung derzeit für nicht sinnvoll.

DIW-Direktorin Dorothea Schäfer bezweifelt in einem aktuellen Kommentar, dass die Einlagen von aussschließlich regional tätigen Banken zwingend EU-weit abgesichert werden müssen. Es gebe dafür weder entsprechende Forschungserkenntnisse noch zwingende Plausibilitätsüberlegungen. „Es macht keinen Sinn, eine neue Baustelle mit erheblichem Verunsicherungspotenzial für die Bevölkerung aufzumachen“, so Schäfer.

Stattdessen sollten alle Euro-Staaten in den nächsten Jahren ihre nationalen Einlagensicherungssysteme wetterfest machen. Hier sei noch viel zu tun, wie Schäfer betont. Dehalb gehöre eine gemeinsame Einlagensicherung zum jetztigen Zeitpunkt nicht auf die EU-Agenda.