EU-Kommission bekräftigt Erhalt des KMU-Korrekturfaktors

Ein positives Signal aus Brüssel für den Mittelstand

18.05.2016

München, 18. Mai 2016 – Als positives Signal für den Mittelstand in Deutschland bewerten die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken das Bekenntnis der Europäischen Kommission zum sogenannten KMU-Korrekturfaktor. Der zuständige EU-Kommissar Jonathan Hill hat bekräftigt, den für die Kreditversorgung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) essenziellen Faktor erhalten zu wollen. Dieser stellt sicher, dass die Eigenkapitalanforderungen für Mittelstandsdarlehen auf ein angemessenes Maß begrenzt werden. Das ermöglicht Banken, ein ausreichendes Finanzierungsangebot bereitzustellen.

„Die EU-Kommission stärkt mit ihrer Entscheidung die bewährte kreditbasierte Mittelstandsfinanzierung in Deutschland“, kommentiert Jürgen Gros, Vorstand des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), die jüngsten Aussagen Hills. Zugleich begrüßt Gros, dass Brüssel die Einreden und Argumente von Verbänden und Politik aus Deutschland berücksichtigt hat, die sich in der Vergangenheit immer wieder für den Erhalt des Korrekturfaktors starkgemacht hatten. Der GVB-Vorstand fordert Brüssel dazu auf, diese Entscheidung zukünftig als Maßstab für alle Maßnahmen der Bankenregulierung heranzuziehen. Gros: „Wir brauchen mehr solche Regeln, die den Bedürfnissen der mittelständischen Wirtschaft Rechnung tragen und gleichzeitig die Belange der für die Finanzierung bedeutsamen Regionalbanken berücksichtigen.“

Der KMU-Korrekturfaktor war im Zuge der europäischen Eigenkapitalverordnung zur Umsetzung von Basel III eingeführt worden. Er stand jedoch unter Prüfungsvorbehalt der EU-Kommission.