Europäisches Parlament verabschiedet Bericht zur Bankenunion

GVB begrüßt Empfehlungen für mittelstandsfreundliche Regeln

10.03.2016

München, 10. März 2016 – Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) begrüßt die Empfehlungen des Europäischen Parlaments für mittelstandsfreundliche und verhältnismäßige Regulierungsmaßnahmen im aktuellen Jahresbericht zur Bankenunion. In dem heute verabschiedeten Dokument verlangen die Abgeordneten unter anderem von der Europäischen Zentralbank (EZB), beim Aufbau der umstrittenen Kreditdatenbank AnaCredit auf angemessene Meldeschwellen und Kosten insbesondere für kleine Banken zu achten. Unnötige bürokratische Belastungen müssten vermieden werden. Außerdem warnen die Parlamentarier vor einer Einschränkung des Kreditangebots durch höhere Kapitalanforderungen. In diesem Zusammenhang heben sie erneut die Bedeutung des KMU-Mittelstandsfaktors hervor, der eine angemessene Kapitalhinterlegung für Darlehen an kleine und mittlere Betriebe sicherstellt.

„Es ist beruhigend zu wissen, dass es in Europa noch politische Kräfte gibt, die sich für eine differenzierte Regelsetzung stark machen“, kommentierte GVB-Vorstand Jürgen Gros den Beschluss der Parlamentarier. „In dem Bericht zur Bankenunion sprechen die Abgeordneten völlig zu Recht zentrale Schwachpunkte aktueller Regulierungsprojekte auf europäischer Ebene an. Es bleibt zu hoffen, dass sich EU-Kommission und EZB das Votum des Parlaments zu Herzen nehmen. Speziell Regionalbanken wie die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken brauchen keine zentralistischen Vorgaben aus Brüssel. Sie zeigen seit Jahrzehnten, dass sie ihre Kunden stabilitätsorientiert und zuverlässig mit Finanzdienstleistungen unterstützen. Damit tragen die Institute zu Wachstum und Beschäftigung in der deutschen Wirtschaft bei.“