Firmenkunde Ludo Fact

Augusta-Bank unterstützt Wachstum von Spielehersteller

18.07.2017

Der schwäbische Mittelständler Ludo Fact ist zum größten verlagsunabhängigen Spielehersteller Europas aufgestiegen. Geholfen haben Kredite der Augusta-Bank.

Heinrich Stumpf, Reinhold Ickert, Horst Walz
Bankvorstand Heinrich Stumpf, Unternehmenskundenbetreuer Reinhold Ickert sowie Ludo Fact Geschäftsführer Horst Walz (v. li.) in der von der Bank finanzierten Firmenzentrale.


In der Fantasy-Videospielreihe „Dark Souls“ schlüpfen Spieler in die Rolle eines Untoten. Auf ihrem Weg durch ein fiktives Königreich kämpfen sie gegen andere Kreaturen und sogenannte Endbosse. Wegen seines hohen Schwierigkeitsgrads besitzt Dark Souls in der Szene Kultcharakter: Seit der Veröffentlichung des ersten Teils 2011 hat sich die Trilogie millionenfach verkauft. Das freut einen bayerischen Mittelständler aus Jettingen-Scheppach: Ludo Fact.

Denn das schwäbische Unternehmen stellt das Dark Souls-Brettspiel her. „Die Entwicklung hat ein Jahr gedauert, seit April liefern wir es aus“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Horst Walz. 60.000 Exemplare des rund 100 Euro teuren Spiels wurden seitdem in Schwaben und den USA gefertigt.

Boomende Brettspielbranche


Publiziert und vertrieben wird Dark Souls von einem englischen Verlag. Er ist einer von 200, die Gesellschaftsspiele und Puzzles bei Ludo Fact produzieren lassen. Jährlich stellen die Schwaben rund 17 Millionen Spiele an den drei Standorten in Jettingen-Scheppach, Tschechien und den USA her – damit sind sie Marktführer in Europa. Aushängeschild ist das populäre „Siedler von Catan“: Ludo Fact produziert abgesehen von den englischsprachigen Titeln alle Spiele der Reihe weltweit.

Das Unternehmen profitiert vom boomenden Markt für Brettspiele und Puzzles. Zusammen wurden 2016 allein in Deutschland knapp 40 Millionen Exemplare verkauft, ein Plus von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Die Branche erlebt eine Renaissance“, sagt Walz. Unverhofft dazu beigetragen hat das Internet: Weltweit wurden viele Menschen erst dort auf die Brettspiele aufmerksam, die eine Alternative zur passiven Bildschirmunterhaltung bieten. Nicht umsonst sind etwa die „Siedler von Catan“ gerade im Silicon Valley beliebt.

Um die Nachfrage zu bedienen, investiert Ludo Fact massiv. Bis 2019 soll in Jettingen-Scheppach ein 20.000 Quadratmeter großes Logistik- und Produktionszentrum entstehen. Dabei setzt das Unternehmen auf Bankkredite. Eines der Institute, die Ludo Fact finanzieren, ist die Augusta-Bank eG Raiffeisen-Volksbank aus Augsburg. Sie betreut den Spieleproduzenten schon seit 20 Jahren. Sichtbare Zeichen der Kooperation sind die zwei Verwaltungsgebäude, deren Bau das Institut begleitet hat. Die Zentrale passt zum Spielehersteller: Wie bei einer Burg umgibt ein Wassergraben den Eingang. Die Besucher gelangen über eine Brücke ins Gebäude.

Persönliche Betreuung


Fragt man Horst Walz, warum er auf die Augusta-Bank setzt, erzählt er von den späten 1990er Jahren. Damals benötigte das Unternehmen dringend Finanzmittel, um wachsen zu können. „Wir brauchten Partner, die an unseren Erfolg glaubten. Das haben die Verantwortlichen der Augusta-Bank getan“, sagt er.

Als weiteren Pluspunkt führt er die regionale Nähe an. „Für das Geschäft ist es sehr vorteilhaft, wenn die Entscheider der Bank kurzfristig zu einem persönlichen Gespräch vorbeikommen können“, sagt Walz. Das passt zur Ausrichtung der Augusta-Bank: „Wir legen Wert auf gut geschulte und erfahrene Mitarbeiter, die die Unternehmer der Region verstehen“, sagt Bankvorstand Heinrich Stumpf, der Walz seit vielen Jahren kennt.

Auch aufgrund des langjährigen Vertrauensverhältnisses finanziert die Augusta-Bank jährlich Betriebsmittel und Maschinen in Höhe von mehreren Millionen Euro. Und die Verbindung reicht noch weiter: Jüngst hat Horst Walz privat eine PV-Anlage auf dem Dach der Produktionshalle gebaut. Die nötige Finanzierung sagte die Augusta-Bank in kurzer Zeit zu. „Mit der Flexibilität von Regionalbanken bin ich immer gut gefahren“, sagt Walz.

Der Artikel ist in der Juli-Ausgabe von „Profil – das bayerische Genossenschaftsblatt“ erschienen.