Firmenkunde Paperdrive

Raiffeisenbank ermöglicht Wachstum von Spezialetiketten-Firma

03.08.2017

Der fränkische Etiketten-Hersteller Paperdrive ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Möglich gemacht hat das auch die Raiffeisenbank Roth-Schwabach, die unter anderem mit Fördermitteln die Ausweitung der Kapazitäten ermöglicht hat.

Paperdrive
Paperdrive-Geschäftsführer Friedrich Schuhmann (2. v. re.) und Prokurist Oliver Schuhmann (2. v. li.) präsentieren verschiedene Etiketten ihres Unternehmens. Die Produktionsstätte wurde von der Raiffeisenbank Roth-Schwabach finanziert. Ralph Weber (li.), Bereichsleiter Firmenkundenbank, und Firmenkundenbetreuer Uwe Beyer (re.) freuen sich über den Erfolg von Paperdrive.


Ob Panoramadach, Ledersitze oder Xenon-Lichter: Im Autohaus können Kunden aus einer langen Liste an Extras ihr Traumfahrzeug zusammenstellen. Um bei der Montage sicherzustellen, dass die einzelnen Bauteile im richtigen Fahrzeug verbaut werden, nutzen die Autohersteller Etiketten. In Mittelklassewagen kleben bis zu 300 davon.

„Etiketten sind für den Fertigungsprozess unerlässlich. Wenn sie fehlen, steht die Produktion still“, sagt Friedrich Schuhmann, Geschäftsführer der „paperdrive GmbH“, einem Hersteller solcher Aufkleber aus Georgensgmünd im mittelfränkischen Landkreis Roth. Das Unternehmen produziert die Sticker in den verschiedensten Größen und Farben und druckt sie auf zahlreiche Materialien. Beim Rundgang durch die Produktion zeigen Friedrich Schuhmann und sein Sohn Oliver, der als Prokurist arbeitet, die Bandbreite der Erzeugnisse: Sie reicht von den Folienetiketten für die Autoindustrie über simple Papieraufkleber für Glasflaschen bis hin zu sogenannten RFID-Etiketten. Dank solcher „Hightech“-Aufkleber können Bauteile oder Produkte per Funk automatisch identifiziert und lokalisiert werden.

Mit Fördermitteln zum Erfolg


Paperdrive ist ein junges Unternehmen. Es ging 2004 aus der Nürnberger IT-Firma Schuster & Walther hervor, deren Hauptgesellschafter Dirk von Vopelius heute Präsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken sowie Gesellschafter bei Paperdrive ist. Zunächst vertrieb Paperdrive Drucker, Software und Zubehör für den Etikettendruck. Die Produktion der Aufkleber startete erst 2008, als der Betrieb nach Georgensgmünd zog.

Das Unternehmen wuchs kontinuierlich. Bald stieß es an die Kapazitätsgrenzen, beispielsweise wurde die Lagerfläche zu knapp. Um alle Aufträge bewältigen zu können, musste Schuhmann die Produktionshalle vergrößern. An dieser Stelle konnte sich der Paperdrive-Geschäftsführer auf seine Hausbank, die Raiffeisenbank Roth-Schwabach verlassen. Firmenkundenbetreuer Uwe Beyer suchte nach Fördermöglichkeiten, um die Investitionen preisgünstig zu finanzieren.

Fündig wurde er bei der Regierung von Mittelfranken, die Zuschüsse aus den Mitteln des Bayerischen Regionalen Förderprogramms für die gewerbliche Wirtschaft vergab. Zusätzlich baute Beyer ein KfW-Darlehen in die Finanzierung ein. „Ohne ihn wären wir nicht auf die Idee gekommen, diese Töpfe anzuzapfen“, sagt Schuhmann. Mit den Fördermitteln und Fremdkapital der Raiffeisenbank finanzierte er 2015 den Kauf eines Grundstücks in Georgensgmünd und ließ dort die neue Produktionsstätte errichten.

Produktionshalle ausgebaut


Das Beispiel zeigt, wie die Raiffeisenbank Roth-Schwabach ihre Firmenkunden bei der Suche nach Fördermitteln unterstützt. Die Bankberater recherchieren das passende Programm, helfen dabei, die Anträge richtig auszufüllen und begleiten ihre Kunden zu den Terminen. „Auf diesem Weg konnten wir schon viele Finanzierungen realisieren, die vorher nicht möglich erschienen“, sagt Ralph Weber, Leiter der Firmenkundenbank.

Für Paperdrive hat sich die Expansion gelohnt. Das Geschäft ist so gut angelaufen, dass das Unternehmen vor Kurzem die Produktionshalle erweitert hat – wiederrum mit einem Kredit der Raiffeisenbank Roth-Schwabach. Wenn der Bau in diesem Sommer fertiggestellt wird, ziehen auch zwei neue Maschinen ein, die die Etiketten noch schneller drucken können. Das freut auch IHK-Präsident von Vopelius: „Es ist toll mitzuerleben, wie rasant sich das Unternehmen in den letzten Jahren entwickelt hat.“

Der Artikel ist in der August-Ausgabe von „Profil – das bayerische Genossenschaftsblatt“ erschienen.