fpmi-Jahresrückblick 2016

Finanzplatz München greift GVB-Positionen auf

21.02.2017

Die Finanzplatz München Initiative (fpmi) hat ihren Jahresrückblick 2016 veröffentlicht. Darin greift die Interessenvertretung der bayerischen Finanzbranche mehrere Themen auf, die der GVB aktiv eingebracht hatte.


Titelseite des Jahresrückblicks 2016 der Finanzplatz München Initiative (fpmi)Dazu gehört unter anderem die umstrittene Stellung der europäischen Finanzaufsichtsbehörden (ESAs) bei der Regulierung des Bankensektors: Hier vertritt die fpmi die Position, dass demokratisch legitimierte Gesetzgeber wie das EU-Parlament ihre Kompetenzen stärker selber wahrnehmen müssen, anstatt die Regelsetzung an die EU-Kommission oder die EU-Aufsichtsbehörden zu delegieren.

Weiterhin greift die fpmi das Thema Kapitalmarktunion auf: Um Finanzierungen für kleine und mittlere Unternehmen zu erleichtern, spricht sich der Finanzplatz München für ein gleichberechtigtes Nebeneinander der Unternehmensfinanzierung durch Banken und den Kapitalmarkt aus. Diese Forderung entspricht der Auffassung des GVB, der sich damit für den Erhalt einer stabilen und kreditbasierten Mittelstandsfinanzierung einsetzt.

Mit Blick auf die Pläne für eine gemeinsame europäische Einlagensicherung sieht die fpmi die Gefahr einer Transferunion zwischen Banken in Europa. Risiken würden vergemeinschaftet und Geld, das hierzulande der Sicherung von Spareinlagen dienen soll, würde für Krisenbanken in anderen Ländern herangezogen. Auf diese Schwachpunkte des Verordnungsentwurfs aus Brüssel hat auch der GVB in zahlreichen Stellungnahmen zur EU-Einlagensicherung hingewiesen.