Frankenfarm eG

Regionale Spezialitäten von Wirtshaus und Hofläden

14.06.2017

Zehn fränkische Landwirte haben ihr gemeinsames Wirtshaus und mehrere Hofläden in eine neu gegründete Genossenschaft überführt. Wer regional erzeugte Spezialitäten schätzt und in der Gegend von Hinmmelkron nahe Bayreuth unterwegs ist, für den gibt es gute Gründe, bei der Genossenschaft vorbeizuschauen.

 

Mitglieder der Frankenfarm eG
Die zehn Mitglieder der Frankenfarm eG, allesamt Landwirte aus der Region um Himmelkron.


Die A9 verbindet auf einer Strecke von 530 Kilometern München und Berlin. Wer einen Stopp zum Essen einlegen möchte, steuert häufig aus Zeitgründen die üblichen Fast-Food-Angebote an den Autobahnraststätten an. Für alle, die in der Nähe von Bayreuth unterwegs sind, gibt es eine weitere Option: Das Wirtshaus der Frankenfarm, direkt an der Anschlussstelle 39 Bad Berneck/Himmelkron gelegen.

Das Restaurant bietet inklusive Biergarten Platz für 800 Personen. Serviert werden Hausmannskost und fränkische Spezialitäten wie Krenfleisch oder saure Bratwurst. Das Wirtshaus hatten zehn Landwirte aus der Region im Jahr 1995 gegründet, um ihre Produkte ohne Umwege zu vermarkten. Dazu wählten sie zunächst die Rechtsform der GmbH. Im Oktober 2016 kam dann eine Genossenschaft ins Spiel: Die Frankenfarm eG.

Diese führt nicht das operative Geschäft, sondern vereint die beiden Gesellschaften unter ihrem Dach. Mitglieder sind die zehn Landwirte. „Dadurch besitzt das Unternehmen einen geordneten rechtlichen Rahmen, etwa bei Erbfällen“, erklärt Prokurist Jürgen Stübinger. Bei der Gründung der Genossenschaft setzte er auf die Unterstützung des Genossenschaftsverbands Bayern. „Wir haben uns gut beraten gefühlt“, sagt Stübinger. Auch mit dem neuen Rechtsrahmen sollen die Geschäfte wie bisher fortgeführt werden.

Blick in einen Laden der Frankenfarm eG
Blick in einen Laden der Frankenfarm eG: Die Genossenschaft bietet zahlreiche regional erzeugte Spezialitäten an.


Die Frankenfarm baut zum einen auf Durchreisende. Mit einem Anteil von zwei Dritteln kommen die meisten Gäste aber aus der Region. Besonders beliebt bei den Einheimischen sind die zwischen Mittwoch und Sonntag täglich wechselnden All-you-can-eat-Buffets. Aufgetischt werden dann zum Beispiel Schnitzel oder Nudelgerichte. Am Wochenende verzehren die Gäste täglich bis zu 2.500 Portionen.

Als zweites Standbein betreibt die Frankenfarm Hofläden in Bayreuth, Kulmbach und Himmelkron. Fleisch und Wurst liefern – wie beim Restaurant – die zehn Gründer. Darüber hinaus gibt es in den Läden Spezialitäten von rund 40 regionalen Erzeugern zu kaufen, beispielsweise Kartoffeln, Teigwaren, Honig oder Schnaps. „Damit bieten wir den Kunden hochwertige Produkte aus regionaler Erzeugung ohne Zwischenhändler an“, erklärt Stübinger das Konzept. Der Vorteil: Die Kunden können die Waren in einem Schwung erstehen und müssen nicht jeden Betrieb einzeln anfahren.

Durch die Genossenschaft hat die Frankenfarm einen zukunftssicheren Unterbau erhalten. Das bietet die Möglichkeit, weiter zu investieren. Die Mitglieder spielen zum Beispiel mit dem Gedanken, ein zweites Restaurant oder einen weiteren Hofladen zu eröffnen, so Stübinger.


Gasthaus der Frankenfarm eG
Das Gasthaus der Frankenfarm eG: Hier gibt es Hausmannskost und fränkische Spezialitäten wie Krenfleisch oder saure Bratwurst.