Genossenschaften sind Immaterielles Kulturerbe

Unesco-Urkunde an Genossenschaftsvertreter überreicht

11.05.2017

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer, hat in Berlin die Unesco-Urkunde übergeben, die die Idee der Genossenschaften als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit auszeichnet. Sie überreichte die Ehrung an die Deutsche Hermann-Schulze-Delitzsch-Gesellschaft und die Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft.


Die beiden Gesellschaften waren maßgeblich an der Nominierung Deutschlands für die Repräsentative Liste der Unesco beteiligt. Am 30. November 2016 wurde die Genossenschaftsidee und -praxis in die internationale Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Böhmer gratulierte den Vertretern der beiden Einrichtungen: „Die Kulturform der Genossenschaften verbindet uns mit Menschen auf der ganzen Welt“, so die Staatsministerin. Sie könne sich gut vorstellen, dass die Genossenschaften in vielen Ländern beflügelt werden, sich der ersten Eintragung Deutschlands in die Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes anschließen zu wollen.

Christoph Wulf, Vizepräsident der Deutschen Unesco-Kommission erklärte: „Die Genossenschaftsidee und -praxis prägen Deutschland. Genossenschaften bringen Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen und gleichzeitig gemeinsamen Interessen zur Erreichung gemeinsamer Ziele zusammen“, so Wulf. Sie zeigen, so der Unesco Vertreter, wie wichtig unser kulturelles Erbe für die gesellschaftliche Entwicklung ist.

Werner Böhnke, Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, ergänzte: „Für uns ist die Unesco-Auszeichnung eine wunderbare Hinführung auf das große Jubiläumsjahr 2018. In diesem Jahr wäre Raiffeisen 200 Jahre alt geworden. Auch dieses Ereignis wird für uns Anlass sein, die Bedeutung der Genossenschaftsidee für Gegenwart und Zukunft herauszustellen.