Genossenschaftsbericht 2018

Über 100.000 neue Mitglieder bei Genossenschaften in Deutschland

20.11.2018

Genossenschaften in Deutschland und Bayern haben weiter regen Zulauf. Das zeigt der Genossenschaftsbericht 2018.

Die Mitgliederzahl stieg im vergangenen Jahr bundesweit um 0,5 Prozent auf 22,7 Millionen, wie es in der Publikation der DZ Bank heißt. Die bayerischen Genossenschaften hatten Ende 2017 mehr als 2,9 Millionen Mitglieder. Damit sind die Genossenschaften die mitgliederstärkste Wirtschaftsorganisation Deutschlands.

Der Zuwachs an Anteilseignern lässt sich unter anderem auf eine Vielzahl von Neugründungen zurückführen. Im ersten Halbjahr 2018 wurden bundesweit 93 Genossenschaften gegründet. Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) zählt im laufenden Jahr bislang 13 Neugründungen im Freistaat. Neben den klassischen Bereichen Handel, Energie und Landwirtschaft schließen sich Menschen vermehrt im Dienstleistungs- und Gesundheitssektor zusammen.

Darüber hinaus ist der Zuspruch bei den Genossenschaftsbanken weiter gestiegen. Seit Ausbruch der Finanzkrise verzeichnen sie einen Netto-Mitgliederzuwachs von über zwei Millionen Menschen.

Insgesamt ging die Zahl der Genossenschaften in Deutschland 2017 um 1,4 Prozent auf rund 7.819 zurück. Ursache dafür ist die Konsolidierung bei den Kreditgenossenschaften und die Liquidation älterer Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften.