Gerhard Schick über Regulierung

Bankenaufsicht muss kleinen Banken gerecht werden

18.09.2015

Der finanzpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Gerhard Schick, spricht sich für eine Bankenaufsicht aus, die kleinen Kreditinstituten gerecht wird. Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) begrüßt diese Forderung.

„Wer keine komplexen oder riskanten Geschäfte betreibt und dabei so klein und regional bleibt, dass er für den Restmarkt keine Gefahr darstellt, sollte nicht nur weniger intensiv beaufsichtigt werden, sondern für den sollten auch andere Regeln gelten“, stellte Schick in einem Beitrag für die Börsenzeitung fest. Er fordert daher ein separates Regulierungsregime für kleine Banken. „Wenn die Risiken konservativ gesteuert werden, so muss dies von der Aufsicht anerkannt werden“, so der Grünen-Politiker.

Des Weiteren geht Schick auf das Thema Verbundstruktur ein: „Weil die einzelnen Institute füreinander haften, sind die Anreize hoch, drohende Schieflagen möglichst frühzeitig zu erkennen und abzuwenden“. Mitglieder einer solchen Institutssicherung könnten von Routineprüfungen der Bankenaufsicht befreit werden, wenn sich diese stärker auf die Verbundebene konzentriert, schlägt der Grünen-Abgeordnete vor.

Auch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, bei der Bankenregulierung stärker zu differenzieren. Da unterschiedliche Geschäftsmodelle unterschiedliche Risiken mit sich bringen, dürften nicht alle Banken gleich behandelt werden. Der Genossenschaftsverband Bayern vertritt und unterstützt diesen Standpunkt.