Geschäftsjahr 2013

Respektables Geschäftsergebnis der schwäbischen VR-Banken

22.04.2014

Trotz ungünstiger Rahmendaten erzielen die schwäbischen Genossenschaftsbanken in 2013 einen soliden Jahresabschluss


Bei einem Pressegespräch mit der Augsburger Allgemeinen Zeitung stellte Dr. Hermann Starnecker, Präsident des GVB-Bezirksverbandes Schwaben, die Entwicklung der schwäbischen Volksbanken und Raiffeisenbanken im Geschäftsjahr 2013 vor.
Die Bilanzsumme der 52 Genossenschaftsbanken hat sich um 2,2 Prozent auf 22 Milliarden Euro erhöht. Die Kreditgenossenschaften unterhalten derzeit 532 Geschäftsstellen mit 5.819 Mitarbeitern. Sie betreuen rund 1,2 Millionen Kunden. In ganz Schwaben sind damit 62 Prozent der Bevölkerung Kunde einer Genossenschaftsbank.

Ausleihungen weiter gestiegen

Die Ausleihungen wuchsen um 4,2 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Ein besonders starker Nachfrageanstieg ist bei den Krediten an Privatkunden festzustellen. Sie legten um 4,3 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zu. Im Firmenkundengeschäft konnten die Ausleihungen um 3,9 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro ausgeweitet werden. Diese Zahlen zeigen, dass die Volks- und Raiffeisenbanken nach wie vor ein zuverlässiger Kreditgeber für die regionale Wirtschaft in Schwaben sind.

Kontinuierliches Wachstum bei den Kundengeldern und stabiler Ertrag

Die Kundengelder stiegen um 1,9 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro. In diesem Segment verzeichnen die Genossenschaftsbanken nun seit Jahren einen regelmäßigen Zuwachs. Auf der Ertragsseite ist die Zinsspanne und Provisionsspanne minimal zurückgegangen. Die Betriebskosten konnten erfreulicherweise ebenfalls leicht reduziert werden.

Insgesamt erzielten die schwäbischen Kreditgenossenschaften ein bereinigtes Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 1,08 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme beziehungsweise 234 Millionen Euro. Durch dieses ordentliche Ergebnis konnten die Banken ihre Eigenkapitalbasis nochmals stärken. „Sie verfügen nun über eine Kernkapitalquote von 11,61 Prozent und damit über ein sehr stabiles Fundament“, so Dr. Starnecker.

Faire Regulierung notwendig

Trotz der respektablen Ergebnisse blickt der Bezirkspräsident mit Sorge auf die vielen Regulierungsmaßnahmen. Diese würden vor allem unsere Kreditgenossenschaften übermäßig belasten.

Zu der kürzlich beschlossenen europäischen Bankenabgabe positioniert sich Dr. Starnecker klar: „Wir brauchen eine angemessene und risikojustierte Lastenverteilung zwischen Regionalbanken und internationalen Großbanken - dies könnte durch eine Freigrenze bei der Beitragsbemessung erreicht werden“.