GVB-Konzept: Geplanter Bürokratieabbau soll für alle Mitgliedsbanken gelten

02.02.2017


Der GVB setzt sich dafür ein, dass seine Mitgliedsbanken vom geplanten Abbau von Melde- und Offenlegungspflichten profitieren. Der Verband hat dazu ein einfaches Konzept vorgelegt, das definiert, für welche Kreditinstitute die von der EU-Kommission vorgesehenen Vereinfachungen gelten sollen.

Die Gesetzesentwürfe aus Brüssel zur Novelle der Regelwerke CRD und CRR sehen ausschließlich für Banken Entlastungen vor, deren Bilanzsummen unter 1,5 Milliarden Euro liegen. Damit blieben mehrere Volksbanken und Raiffeisenbanken aus dem Freistaat unverhältnismäßigen regulatorischen Anforderungen ausgesetzt - ohne spürbare positive Effekte für die Finanzstabilität.

Maßgeblich für die Intensität der Regulierung sollte deshalb nicht allein die Größe eines Kreditinstituts sein, fordert der GVB. Er regt an, auch den Risikogehalt, das Geschäftsmodell, die Komplexität und die Vernetzung von Banken zu berücksichtigen. Durch die im GVB-Konzept festgelegten Kriterien würde gewährleistet, dass alle Volksbanken und Raiffeisenbanken im Freistaat als Regionalbanken behandelt und regulatorisch entlastet werden.