GVB-Politiknewsletter 1/2014

Genossenschaftliche Leitlinien bei Energiewende und EEG-Novelle beachten

02.01.2014

Klimaschutz und Abkehr von der Atomkraft stellen die übergeordneten Ziele der Energiewende in Deutschland dar. Deren praktische Umsetzung ist allerdings ins Stocken geraten. So treibt die steigende EEG-Umlage den Strompreis in die Höhe, was Privathaushalte belastet und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schmälert. Dringend notwendig ist deshalb, dass die neue Bundesregierung bei der geplanten Reform des EEG einen umfassenden Ansatz wählt, der über den Tag hinaus reicht. Es wird ein Konzept benötigt, das bei der Investition in erneuerbare Energien volkswirtschaftlichen Nutzen und betriebswirtschaftliche Rentabilität zusammenführt. Zu den Eckpunkten eines solchen Konzepts zählen die sukzessive Marktintegration erneuerbarer Energien sowie Rahmenbedingungen, die Zukunftstechnologien im Energiebereich befördern. Zudem müssen Strukturen etabliert werden, die dezentrale Stromerzeugung in ein übergeordnetes Energietransfersystem integrieren. Denn dezentrale Erzeugungsstrukturen ermöglichen es, die regionale Wertschöpfung um den energiewirtschaftlichen Leistungserstellungsprozess zu erweitern. 

Bürgerenergiegenossenschaften kommt in der neuen Energiearchitektur eine tragende Rolle zu. Voraussetzung für anhaltend hohes bürgerliches Engagement ist allerdings, dass Vertrauen in die Zuverlässigkeit politischer Entscheidungen besteht. Dies gilt vor allem für den Bestandsschutz für gesetzliche Vergütungszusagen bei bereits genehmigen EEG-Projekten und laufenden Anlagen. In einem Zwölf-Punkte-Papier hat der GVB Eckpunkte für eine erfolgreiche Energiewende skizziert. Sie finden dieses unter www.gv-bayern.de.


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