GVB spricht mit Finanzminister

02.10.2019

Austausch über Zinspolitik, Mittelstandsfinanzierung und Einlagensicherung

In einer Gesprächsrunde mit dem bayerischen Finanzminister Albert Füracker erläuterte GVB-Präsident Jürgen Gros, weshalb die aktuelle EZB-Zinspolitik in Kreditinstituten zu intensivem Nachdenken über die Erhebung von Negativzinsen von Einlegern führe. Außerdem diskutierte die Runde, an der neben GVB und Finanzministerium die Vertreter der Sparkassen und privaten Geschäftsbanken im Freistaat teilnahmen, über die möglichen Auswirkungen der Basel III-Umsetzung in Europa.


Gesprächsrunde im Finanzministerium (v. li.): Dr. Ulrich Netzer, Präsident des Sparkassenverbands Bayern, Dr. Michael Diederich, Vorstandsvorsitzender des Bayerischen Bankenverbands, Finanzminister Albert Füracker und GVB-Präsident Dr. Jürgen Gros.

In diesem Zusammenhang warnte der GVB-Präsident vor Einschränkungen der Mittelstandsfinanzierung. Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer darin, dass eine EU-Einlagensicherung aufgrund der unterschiedlichen regionalen Verteilung von Risiken als Umverteilungsmechanismus von gesunden Banken zu Instituten in Schieflage wirken dürfte. Mit Blick auf die bevorstehende Überprüfung der MiFID II-Richtlinie auf europäischer Ebene plädierte Gros außerdem dafür, die Praxistauglichkeit der Regeln zu erhöhen.

Gemeinsame Erklärung des GVB mit dem Bayerischen Finanzministerium und weiteren Vertretern der Kreditwirtschaft im Freistaat