GVB-Vorstand Büchel: Weichen für künftige Energieinfrastruktur und -versorgung richtig stellen

17.12.2014

München, 17. Dezember 2014 – Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) ist Teil der „Plattform Energie Bayern" unter Leitung der Bayerischen Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Angesichts der anstehenden zweiten Sitzung des Gremiums am 18. Dezember 2014 hält Alexander Büchel, Vorstandsmitglied des GVB und Vertreter des Verbands im bayerischen Energiedialog, fest: „Wir müssen gemeinsam darauf achten, die Weichen für die künftige Energieinfrastruktur und -versorgung im Freistaat im Rahmen des Energiedialogs mit dem bayerischen Energieministerium richtig zu stellen. Für mich ist klar: Die Sicherung der Energieversorgung kann nur mit einer aktiven Teilhabe breiter Bevölkerungsschichten in vernetzten dezentralen Strukturen gelingen."

Dezentrale Erzeugungsstrukturen ermöglichen es nach Auffassung des Repräsentanten von 260 bayerischen Energiegenossenschaften, die regionale Wertschöpfung um den energiewirtschaftlichen Leistungserstellungsprozess zu erweitern. Büchel: „Regionen können wirtschaftlich profitieren, indem sie bisher importierte Energie durch heimische, erneuerbare Energiequellen ergänzen beziehungsweise ersetzen. Unsere Mitgliedsunternehmen zeigen das in hervorragender Weise." Im Rahmen von Maßnahmen der Landesentwicklung seien dezentrale Erzeugungsstrukturen deshalb gezielt zu integrieren, so seine Forderung.

Büchel betont, dass insbesondere ein beschleunigter Netzausbau der breiten gesellschaftlichen Unterstützung und Akzeptanz bedürfe. Bürgerenergieprojekte seien hier hilfreich. Sie ermöglichen eine aktive Beteiligung der Menschen an der erneuerbaren Energieerzeugung, ihrer Distribution und damit an der regionalen Wertschöpfung. „Für diese Projekte gilt es weiter zu werben", unterstreicht Büchel. Entsprechend sei die Bildung genossenschaftlicher Netzwerkstrukturen zu forcieren. Sie bieten die Möglichkeit, Bürgerenergieprojekte und dezentrale Energieerzeugung durch Unternehmen zum volkswirtschaftlichen Nutzen zusammenzuführen.