Hans Michelbach über Bankenregulierung

Mittelstand vor unverhältnismäßigen Finanzmarktregeln schützen

18.01.2017

Wenn die Bankenregulierung zu stark in das Geschäft von regionalen Kreditinstituten eingreift, schadet das der mittelständischen Wirtschaft. Diese Sorge äußert Hans Michelbach, Vorsitzender der Mittelstands-Union der CSU. In einem Gastbeitrag für „Profil – das bayerische Genossenschaftsblatt“ erklärt er, was sich bei den Finanzmarktregeln ändern muss, damit sie nicht die Realwirtschaft ausbremsen.

 

Gewerbekunde einer Volksbank Raiffeisenbank im HolzlagerSchreiner im Holzlager: Damit mittelständische Unternehmen nicht in ihren Finanzierungsmöglichkeiten eingeschränkt werden, kommt es auf eine verhältnismäßige Regulierung von Regionalbanken an.



„Die Grenze dessen, was gerade die kleinen und mittleren Banken wie etwa die Genossenschaftsbanken vertragen können, ist erreicht“, lautet das Fazit des Mittelstandspolitikers mit Blick auf das derzeitige Ausmaß der Finanzmarktregeln in Europa. Michelbach fordert daher, alle Regelungen auf den Prüfstand zu stellen. Insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Bankenregulierung und Realwirtschaft müssten beleuchtet werden.

Hans MichelbachDer Vorsitzende der Mittelstands-Union macht sich außerdem dafür stark, die Regulierungsanforderungen von Größe und Geschäftsmodell des jeweiligen Instituts abhängig zu machen. Eine Gleichmacherei dürfe es nicht geben. „Es ist unbestritten, dass von den Genossenschaftsbanken und Sparkassen ein wesentlich geringeres Risiko ausgeht als von international vernetzten Großbanken“, betont Michelbach. Er spricht sich daher für eine „Small Banking Box“, also für verhältnismäßige Vorschriften für kleinere Banken aus.

Auch der Genossenschaftsverband Bayern setzt sich für eine verhältnismäßige Bankenregulierung ein und hatte dazu kürzlich Vorschläge formuliert.

Hans Michelbach


Der Gastbeitrag ist in der Januar-Ausgabe von „Profil – das bayerische Genossenschaftsblatt“ erschienen. Den kompletten Beitrag als PDF abrufen.