Interview mit Geschäftsführer Niklas Bartelt

Sicher Bezahlen mit paydirekt

12.11.2015

Das neue Online-Bezahlsystem paydirekt geht an den Markt. Geschäftsführer Niklas Bartelt berichtet über die Erfahrungen in der Testphase, die Akzeptanz von Händlern und Kunden und die weiteren Pläne.

App zu Paydirekt
App zu paydirekt: Das neue Online-Bezahlverfahren soll künftig bei immer mehr Händlern verfügbar sein.



Profil: Herr Bartelt, die ersten Banken gehen derzeit mit paydirekt an den Start. Wie sind die bisherigen Erfahrungen?

Niklas Bartelt: Wir sind sehr zufrieden damit, wie gut und stabil das System läuft, immerhin haben wir erst vor einem guten Jahr mit der Entwicklung begonnen. Bisher haben wir alle Termine planmäßig eingehalten. Jetzt müssen die Kunden überzeugt werden, sich für ein neues Bezahlverfahren zu registrieren. Wichtig ist auch der Prozess der Händlergewinnung, da ein Händler, der paydirekt als Bezahlverfahren aufnehmen möchte, mit allen beteiligten Instituten sprechen muss. Das ist eine Auflage des Kartellamts. Den Prozess haben wir zwar im maximal möglichen Rahmen vereinfacht, trotzdem dauert das natürlich einige Zeit.

Profil: Wichtig für die Akzeptanz von paydirekt ist die Anzahl der Online­-Händler, die sich anschließen lassen. Wie viele Händler akzeptieren paydirekt bereits?

Bartelt: Das Händlerinteresse ist nach wie vor groß und mit der Metro Gruppe gibt es bereits ein echtes Schwergewicht, das in der Anbindung ist. Um möglichst schnell eine gute Durchdringung des Markts zu erreichen, konzentrieren wir uns derzeit auf die Payment Service Provider. Das sind Dienstleister, die die technische Anbindung eines Onlineshops an Zahlungsdienstleister realisieren. Mit einem angeschlossenen PSP hat dann gleich eine große Menge von Händlern Zugang zu unserem System. Wir sind weiterhin optimistisch, dass Kunden im Laufe des nächsten Jahres bei vielen interessanten Händlern mit paydirekt zahlen können.

Profil: paydirekt ist in den vergangenen Monaten von Pilotbanken, Kunden und Händlern intensiv getestet worden. Welche Erkenntnisse haben Sie daraus gewonnen?

Bartelt:
Vor allem eine – und das hören wir auch immer wieder: paydirekt ist so gebaut, dass es sowohl die Bedürfnisse der Kunden als auch der Händler erfüllt. Hier haben sich die intensive Marktforschung und der Know-how-Austausch mit unseren Bankenpartnern gelohnt, ebenso wie die enge Abstimmung mit einigen Händlern.  Wir haben ziemlich viel richtig gemacht. Wir haben gerade die Durchgängigkeit der Prozesse in allen denkbaren Fällen und im Hinblick auf die vielen verschiedenen Banksysteme intensiv getestet und waren selbst überrascht, dass wir tatsächlich am paydirekt-System nichts verändern mussten. Das gilt übrigens auch für die Anbindung an die unterschiedlichen Shopsysteme und Bezahlprozesse der Händler.

Profil: Was sind die nächsten Schritte, nachdem das System online gegangen ist?

Bartelt: Zunächst mal genauso weitermachen. Die Aufschaltungen auf das System werden ja noch eine Weile weitergehen und sicher auch noch intensiver werden. Im nächsten Jahr erwarten wir die Sparkassen mit ihrem Kundenpotenzial. Und wir gehen davon aus, dass nach dem Weihnachtsgeschäft und nach der Markteinführung auch die Händleraufschaltungen noch mal an Fahrt gewinnen. Parallel dazu denken wir in Zusammenarbeit mit unseren Gesellschaftern natürlich weiter darüber nach, wie wir das System optimieren oder auch erweitern können. Wir haben Entwicklungen wie Mobile Payment oder Peer-­to­-Peer­-Zahlungen im Blick. Wir müssen nur sehr genau schauen, wie der tatsächliche Bedarf bei unseren Nutzern ist. Denn nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch sinnvoll.


Das vollständige Interview ist in der November-Ausgabe von „Profil - das bayerische Genossenschaftsblatt“ erschienen.


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