Jürgen Gros im Interview mit der Gemeindezeitung

Europäische Einlagensicherung birgt „erhebliche Gefahren“

03.12.2015

GVB-Vorstand Jürgen Gros hat sich im Interview mit der Bayerischen Gemeindezeitung für den Erhalt der nationalen Einlagensicherungssysteme stark gemacht.

Die jüngst vorgelegten Pläne der EU-Kommission für eine Vergemeinschaftung der Einlagensicherung „bergen erhebliche Gefahren“, sagte Gros dem Blatt. Sie würden dafür sorgen, dass stabile und leistungsfähige Banken und ihre Sicherungsfonds für instabile Systeme in anderen Ländern haften – ohne einen Einfluss auf deren Risikosteuerung zu besitzen. Das sei weder im Interesse der Banken, noch im Interesse der Sparer in Deutschland.

Wirkungsvolle Sicherungssysteme wie die genossenschaftliche Institutssicherung müssten gemäß dem Vorschlag aus Brüssel dauerhaft zu einem europäischen Entschädigungstopf beitragen. „Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken lehnen dies entschieden ab“, so der GVB-Vorstand. Eine Transferunion dürfe es in Europa nicht geben, weil dadurch falsche Anreize gesetzt werden. Gros: „Es bewährt sich, Sicherungssysteme national aufzubauen.“


Weitere Informationen

Das Interview mit der Gemeindezeitung zum Nachlesen (PDF)