Justizminister will Umsetzungsgesetz zur Wohnimmobilienkreditrichtlinie korrigieren

GVB begrüßt Signal von Heiko Maas zum Abbau unnötiger Kredithürden

14.11.2016

 

München, 14. November 2016 – Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken begrüßen die Ankündigung von Bundesjustizminister Heiko Maas, unnötige Hürden bei der Vergabe von Immobilienkrediten wieder abzubauen. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ hat Maas deutlich gemacht, dass er Änderungen am umstrittenen Umsetzungsgesetz der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie für erforderlich hält. Unerwünschte Auswirkungen und Rechtsunsicherheiten müssten beseitigt werden. Dafür hatte sich der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) in den vergangenen Monaten immer wieder eingesetzt, da die am 21. März 2016 in Kraft getretenen Vorschriften die Kreditaufnahme für ältere Menschen und Familien teils erheblich erschweren und für ein erhebliches Maß an Rechtsunsicherheit sorgen.

Dazu GVB-Präsident Jürgen Gros: „Minister Maas sendet endlich Signale, die auf Besserung hoffen lassen. Eine schnelle Anpassung des Umsetzungsgesetzes zur Wohnimmobilienkreditrichtlinie ist dringend erforderlich. Die Verbraucher benötigen Rechtssicherheit. Überzogene Kredithürden, die ihnen die Vermögensbildung mit Immobilien oder den altersgerechten Umbau ihres Hauses erschweren, müssen beseitigt werden. Dazu zählt insbesondere die praxisferne und überflüssige Verschärfung der europäischen Vorgaben durch den deutschen Gesetzgeber, die das Einbringen von Kreditsicherheiten bei der Immobilienfinanzierung seit März erschwert."