LaBrassBanda und Miraphone

Bayerisch's Blechle!

02.02.2015

Die Chiemgauer Bläsercombo LaBrassBanda ist bundesweit bekannt. Was kaum einer weiß: Einige der Musiker spielen auf Instrumenten der genossenschaftlichen Miraphone aus Waldkraiburg. "Profil - das bayerische Genossenschaftsblatt" berichtet, wie es dazu kam.

VIDEO: Mit Posaune und Helikon von der Miraphone spielen Manuel Winbeck (li.) und Stefan Huber exklusiv für "Profil" den LaBrassBanda-Hit "Autobahn".


Die Miraphone eG stellt seit über 60 Jahren hochwertige Blechblasinstrumente her. Zu ih­rem Kundenkreis zählen unter anderem professionelle und renommierte Klassik- ­und Jazz­-Musiker aus der ganzen Welt. Und seit ein paar Jahren auch LaBrass­Banda. So kam es, dass die Waldkraiburger Genossenschaft sogar auf dem aktuellen Album "Kiah Royal" ver­ewigt ist: Sowohl akustisch auf der CD, als auch im Beiheft, in dem sich die Band für die Zusammenarbeit bedankt.

Die Zusam­menarbeit begann vor ein paar Jahren, als ein Mitarbeiter des Unternehmens mit Frontmann Stefan Dettl ins Ge­spräch kam. Der Trompeter habe sich über den Zustand seines alten Instru­ments beklagt, erzählt Miraphone­-Vor­stand Christian Niedermaier. Daraufhin entwickelte die Firma gemeinsam mit dem Musiker einen Prototyp einer Hoch-­Es­-Trompete mit Drehventilen. „Das Miraphone­-Design hat ihm zuge­sagt und er ist bis jetzt sehr zufrieden“, sagt er. Mit dem Instrument steht Dettl auf der Bühne, wenn er mit seiner Gruppe dem Publikum einheizt.

LaBrassBanda-Musiker entwickeln Miraphone-Prototypen weiter


Ähnlich lief es bei Stefan Huber, auch „Huaba“ genannt, dem Tubisten von LaBrassBanda. Niedermaier traf ihn bei ei­nem Konzert im Frühjahr 2014. Auch er ärgerte sich über sein Instrument. Da erzählte ihm Mi­raphone­-Vorstand Niedermaier von dem Prototyp eines Helikons. Dabei handelt es sich um eine Variante einer Tuba, von der das Unternehmen ein Muster für eine spätere Weiterentwicklung vorgese­hen hatte.

Und so kam es, dass die Genossenschaft erneut zusammen mit einem LaBrassBanda­-Musiker an einem Instrument arbeitete. „Bei Stefan war es Zufall, dass es so schnell gegangen ist. Da hat es von Anfang an gepasst“, sagt Niedermaier. So gesehen hat der Tubist bei diesem Blechblasinstrument Entwick­lungsarbeit geleistet und hält damit ein Unikat in Händen. Das ist auch deshalb besonders, weil es nicht mehr viele Her­steller solcher Instrumente gibt.

Stefan Huber und Manuel Winbeck von LaBrassBanda bei der Miraphone eG in WaldkraiburgDie beiden LaBrassBanda-Musiker im Ausstellungsraum der Miraphone.


Bei ihren Live­-Auftritten komme es auch vor, dass Blechblasmusiker aus dem Publikum sich bei den Bandmitgliedern nach ihren Instrumenten erkundigen, erklärt Manuel Winbeck, Posaunist bei LaBrassBanda. Er spielt bei den Konzerten zwar keine Miraphone-Posaune, hat aber ein Tenorhorn des Waldkraiburger Unternehmens. „Es passiert schon immer wieder, dass die Zuhörer nachfragen, was wir für Instrumente haben“, sagt er. „Es kommt aber auf die Gegend an, in der wir spielen.“ Im Allgäu oder in Ober­österreich, wo es viele Blasmusiker gibt, komme es öfter vor. In Städten wie Mün­chen passiere es hingegen eher selten, erklärt er. Unabhängig davon meint sein Bandkollege Huber: „Wenn man Blasmusik macht, kennt man Mira­phone, gerade im tiefen Blech.“

Gern gesehene Gäste bei der Miraphone


Die Bekanntheit von LaBrassBanda kommt der Genossenschaft nicht ungelegen. Besonders über ihre On­linekanäle wie Facebook oder Twitter er­hält das Unternehmen für die Fotos mit den Musikern zahlreiche Gefällt-­mir­-Klicks. Und bei einer Schulklasse, die im vergangenen Sommer das Miraphone­Werk besichtigte, gab es leuchtende Au­gen, als die Schüler den Musikern begeg­neten und sich Autogramme holten.

Sie sind keine unbekannten Gäste in Waldkraiburg: Beim Rundgang durch die Produktionshallen wirkt der Besuch der Musiker wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Stefan Huber unter­hält sich mit den Mitarbeitern und be­spricht mit ihnen, wo man noch an seinem Helikon feilen könnte. Doch auch wenn der Umgang miteinander sehr vertraut ist: Für die Beschäftigten der Miraphone ist prominente Kundschaft immer interes­sant: „Da ist jeder in der Firma stolz, der an den Instrumenten arbeitet, weil es we­gen der Bekanntheit natürlich was Be­sonderes ist“, sagt Vorstand Niedermaier.


Die ganze Geschichte über LaBrassBanda und die Miraphone lesen Sie in der Februar-Ausgabe von "Profil - das bayerische Genossenschaftsblatt".


Bildergalerie: LaBrassBanda bei der Miraphone