Mitgliederrekord bei deutschen Kreditgenossenschaften

24.03.2015

Immer mehr Menschen in Deutschland halten Anteile an einer Genossenschaftsbank. Mittlerweile sind es mehr als 18 Millionen, die sich auf diese Weise ein Mitspracherecht bei ihrem Institut vor Ort sichern.

Volksbank Raiffeisenbank BVRFiliale einer Genossenschaftsbank: In Deutschland haben diese mehr als 18 Millionen Mitglieder. Foto: BVR



Die Kreditgenossenschaften gewinnen immer mehr Mitglieder. Inzwischen sind es nach Angaben des Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) 18.025.000 und damit erstmals mehr als 18 Millionen. Seit dem Jahr 2008 kamen 1,8 Millionen neue Anteilseigner dazu. BVR-Präsident Uwe Fröhlich sieht darin einen "Vertrauensbeweis für das genossenschaftliche Geschäftsmodell".

Auch in Bayern hat sich die Mitgliederzahl insbesondere seit dem Ausbruch der Finanzkrise positiv entwickelt. Im Jahr 2014 erwarben 56.600 Kunden Anteile bei einer Volksbank und Raiffeisenbank. Die Mitgliederzahl erhöhte sich dadurch das sechste Jahr in Folge auf 2,62 Millionen - auch das ein Allzeithoch.

Die Genossenschaftsbanken in Deutschland gewinnen aber nicht nur mehr Mitglieder, sondern auch Marktanteile. Im Kreditgeschäft mit Privat- und Firmenkunden stieg er aufgrund des ausgeweiteten Kreditbestands um 0,5 Prozentpunkte auf 15,4 Prozent, wie der BVR bei seiner Bilanzpressekonferenz bekanntgab. Der Marktanteil im Einlagengeschäft wuchs um 0,4 Prozentpunkte auf 582 Milliarden Euro.

Das Ergebnis der 1.047 deutschen Kreditgenossenschaften blieb 2014 stabil. Nach Abzug von Steuern erwirtschafteten die Banken einen Jahresüberschuss von 2,3 Milliarden Euro. Die addierte Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende 2014 auf 788 Milliarden Euro. Davon entfallen 141 Milliarden Euro auf die 281 im Genossenschaftsverband Bayern (GVB) zusammengeschlossenen Volksbanken und Raiffeisenbanken.