Mittelstandsfinanzierung

GVB begrüßt Erhalt des KMU-Korrekturfaktors

22.04.2016

Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken begrüßen die Ankündigung der EU-Kommission, den sogenannten KMU-Korrekturfaktor zu erhalten. Das hat der zuständige EU-Kommissar Jonathan Hill gestern in einer Rede erklärt. Damit würde sichergestellt, dass die Eigenkapitalanforderungen für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auch in Zukunft nicht erhöht werden.

„Das sind gute Nachrichten für den Mittelstand und seine Finanzierung“, kommentierte Jürgen Gros, Vorstand des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB), die Aussagen Hills. Der KMU-Faktor berücksichtige zu Recht, dass die Mittelstandsfinanzierung in Deutschland ein vergleichsweise risikoarmes Geschäft ist. „Deshalb ist es gut, wenn er erhalten bleibt“, so Gros. Allerdings müsse darauf geachtet werden, dass sich die Ankündigung Hills auch in der Politik der EU-Kommission und ihrem für Mitte des Jahres angekündigten Bericht zum KMU-Korrekturfaktor widerspiegelt. Gros: „Das werden wir genau verfolgen.“

Der KMU-Korrekturfaktor war im Zuge der europäischen Eigenkapitalverordnung zur Umsetzung von Basel III eingeführt worden. Er steht jedoch unter einem Prüfungsvorbehalt. Da eine Abschaffung des Faktors Kredite erheblich verteuern würde, hatte sich der GVB immer wieder für den Erhalt starkgemacht.