Musiktherapie und Marktwirtschaft

10.12.2013

RSD-Stiftung fördert Wissenschaft, Kultur und mildtätige Zwecke in Höhe von 60.000 Euro

Die Raiffeisen/Schulze-Delitzsch Stiftung konnte im laufenden Jahr durch großzügige Spenden das Stiftungsvermögen und die Stiftungserträge deutlich erhöhen. Das Stiftungsvermögen stieg von 1,71 Millionen Euro auf 1,72 Millionen an. Damit standen der RSD Stiftung rund 60.000 Euro für Projektförderung zur Verfügung. Mit den Stiftungserträgen wurden zwei Förderschwerpunkte gesetzt: Zum einen wurden wissenschaftliche Förderungen gewährt, zum anderen Hilfen für Kinder bereitgestellt.

Mit einem Promotionsstipendium zur Aufarbeitung der Geschichte der Bayerischen Raiffeisen Zentralbank AG wurde begonnen, die Entwicklungen der jüngeren bayerischen Genossenschaftsgeschichte wissenschaftlich zu dokumentieren. Die Stipendiatin der Stiftung promoviert am Lehrstuhl für Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bamberg bei Professor Margarete Wagner-Braun und erhielt eine Förderzusage über zwei Jahre.

Auch die Ludwig-Erhard-Haus Stiftung kann an der Wissenschaftsförderung der Stiftung partizipieren: Mit Stiftungsmitteln wird der Aufbau des wissenschaftlichen Archivs und Ausstellungsbereichs unterstützt: Im Stadtzentrum von Fürth wird derzeit das Geburtshaus von Ludwig Erhard renoviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zusammen mit einem Neubau entsteht ein Dokumentations- und Veranstaltungszentrum, das Leben und Werk des Vaters der Sozialen Marktwirtschaft würdigt. Von diesem Projekt konnten neben der RSD-Stiftung und der Raiffeisen Volksbank Fürth weitere Partner und Geldgeber aus der genossenschaftlichen Organisation überzeugt werden, so dass insgesamt ein Spendenbetrag von 50.000 Euro an die Initiative übergeben wurde.

Spendenübergabe in Fürth: Evi Kurz von der Ludwid Erhard Haus Stiftung erläutert Bezirkspräsident Manfred Geyer die Pläne der Stiftung.

An der Universität Bayreuth unterstützt die Stiftung bereits seit einigen Jahren die Initiative „Kinder philosophieren“: Hier wird in ein Konzept für angehende Lehrer erarbeitet, um Kinder in ihrem Wissensdurst und ihrer Neugier zu begleiten.

Neben den wissenschaftlichen Projekten engagiert sich die Stiftung bereits seit mehreren Jahren mit der jährlichen Stiftungsinitiative „Start ins Leben“ für Kinder in Bayern: Gemeinsam mit den Genossenschaften in der Region wurden auch 2013 wieder zahlreiche Projekte gefördert. Die Stiftung stellt dabei pro Bezirksverband 5.000 Euro bereit, die von den Genossenschaften, die eine Förderung für ihre Region beantragen, zu verdoppeln ist. Damit stehen jährlich 70.000 Euro zur Verfügung.

Die Mittel fließen vorwiegend an Vereine und Organisationen, die Kinder betreuen und fördern. Die Stiftung finanziert Kurse, Freizeitangebote oder Lernwerkstätten, in denen Kinder ihre Potenziale, neue Perspektiven und ihre Entwicklungschancen entdecken können. Musiktherapie und musikalische Förderung spielen in mehreren geförderten Projekten eine große Rolle: In Mittelfranken erhält eine Schule für das Projekt „klasse im puls“ die finanzielle Grundlage, ein Rockkonzert zu veranstalten.

15.000 Euro erhielten soziale Projekte in Mittelfranken aus Fördermitteln der RSD Stiftung und der Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Die Mittelschule Wittislingen in Schwaben kann durch die Hilfe der Stiftung die Kinder mit Blasinstrumenten für eine Bläserklasse ausstatten. Musiktherapie für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf bietet die Musikschule Sulzbach-Rosenberg an, dieses Angebot kann in diesem Jahr durch die Stiftungsinitiative ausgebaut werden. Kinder und Jugendliche mit besonderer musikalischer Begabung erhalten im Rahmen des „Pre-Colleges“ der Musikhochschule Würzburg eine Ausbildung, die auf die Aufnahmeprüfung auf die Musikhochschule vorbereiten soll. Und in Berching wird eine ganze Oper zur Aufführung kommen: Im Rahmen der Feiern zum 200. Geburtstags des Komponisten Christoph Willibald Gluck werden Schüler ein Werk des Komponisten aufführen – unterstützt mit den Mitteln der Stiftung.

Darüber hinaus stehen Mittel für Kinder mit Krankheiten und in schweren Lebenssituationen zur Verfügung: Im Kinderklinikum Passau finanziert die Stiftung und der Kreisverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken Passau die Ausstattung für einen Betreuungs- und Therapieraum. Der Kleefalterhof in Oberbayern widmet sich der Arbeit mit Kindern, die ihre Eltern verloren haben; die Stiftung hilft hier, eine Reittherapie für Kinder zu finanzieren. Für die Inklusion engagiert sich eine integrative Tagesstätte in Nürnberg, geeignetes Spielmaterial für die betreuten Kinder wird in diesem Jahr mit den Mitteln der Stiftung gekauft.

Für 2014 wird die Stiftung an dem bewährten Konzept der Stiftungsinitiative mit einer regional ausgewogenen Verteilung der Mittel festhalten: Die zunehmende Anzahl von Anträgen und die Vielfalt der Projekte zeigen, dass im Bereich der mildtätigen und kulturellen Förderung für Kinder in Bayern weiterhin großer Bedarf ist. Die Ausschreibung für die neue Runde der Stiftungsinitiative beginnt voraussichtlich im ersten Quartal 2014.