Neues GVB-Mitglied: Institut für Hochschulsoftware Bamberg (ihb) eG

05.04.2017

Wer heute an einer Hochschule studiert oder lehrt, der profitiert von elektronischen Verwaltungssystemen. Mit deren Hilfe können sich beispielsweise Studierende zu Prüfungen anmelden, Professoren Noten eintragen oder Sekretariate über Veranstaltungen informieren. Kurzum: Solche IT-Systeme machen das Uni-Leben einfacher. Eines von ihnen trägt den Namen FlexNow. Seit Februar 2017 wird es von einer neu gegründeten Genossenschaft gepflegt: Dem Institut für Hochschulsoftware Bamberg (ihb).

FlexNow selbst ist um einiges älter. Bereits 1994 entwickelte der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der Universität Bamberg das Programm. Seitdem kümmerten sich Mitarbeiter des Lehrstuhls und des Instituts um Support und Weiterentwicklung. „FlexNow ist dem Status eines wissenschaftlichen Projekts entwachsen. Deswegen haben wir es organisatorisch auf eine neue Stufe gestellt und die Genossenschaft gegründet“, sagt Gerlinde Fischer, die das Projekt bereits an der Universität betreut hat. Die Vorständin hat an der Rechtsform eG vor allem überzeugt, dass jedes Mitglied unabhängig vom eingezahlten Kapital genau eine Stimme besitzt. „Sowohl kleine als auch große Hochschulen nutzen FlexNow. Mit der Genossenschaft können wir alle gleichberechtigt einbinden“, sagt Fischer.

Bisher setzen 14 wissenschaftliche Einrichtungen auf das System. Zwei von ihnen, die Universität Bremen sowie die Georg-August-Universität Göttingen, sind der Genossenschaft bereits beigetreten. Das bringt ihnen vor allem zwei Vorteile: Sie zahlen einen geringeren Jahresbeitrag und können bei der Generalversammlung darüber strategisch mitentscheiden. Bestandskunden müssen jedoch nicht Genossenschaftsmitglied werden, um Flex­Now zu nutzen. „Nur bei Hochschulen, die neu hinzukommen, sollte das der Fall sein“, sagt Fischer.

Für 2017 hat sich das ihb zwei Ziele gesetzt. Die Vorständin möchte zusammen mit den sechs Mitarbeitern die organisatorischen Veränderungen bewältigen. „Früher hat sich darum die Universität Bamberg gekümmert, jetzt müssen wir das selbst erledigen“, sagt Fischer. Beispielsweise müssen für die Mitarbeiter neue Verträge aufgesetzt werden. Ab der zweiten Jahreshälfte sollen zudem verstärkt Neukunden akquiriert werden. Langfristig will die Genossenschaft FlexNow ausbauen. Wollen sich heute beispielsweise Studierende erstmals einschreiben, müssen sie oft noch persönlich an der Hochschule vorbeikom­men. „Das möchten wir zusammen mit den Hochschulen vereinfachen“, sagt Fischer. Wenn es einmal so weit ist, können Studierende ihre komplette akademische Laufbahn von der Immatrikulation bis zum Abschluss über FlexNow organisieren.

Gerlinde Fischer
Gerlinde Fischer, Vorständin des ihb, betreut das IT-System FlexNow.