Oberfränkische Volksbanken und Raiffeisenbanken wachsen weiter

21.03.2014

Genossenschaftsbanken mit Geschäftsjahr 2013 zufrieden

Von rechts: Gregor Scheller, Bezirkspräsident und Vorstandsvorsitzender der Volksbank Forchheim eG, Karlheinz Kipke, stv. Bezirkspräsident und Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Coburg eG.Von links: Karlheinz Kipke, stellvertretender Bezirkspräsident und Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Coburg und Gregor Scheller, Bezirkspräsident und Vorstandsvorsitzender der Volksbank Forchheim.


Die 26 Volksbanken und Raiffeisenbanken haben das Geschäftsjahr 2013 mit einem respektablen Ergebnis abgeschlossen. Das gab GVB-Bezirkspräsident Gregor Scheller bei der Bilanzpressekonferenz 2014 bekannt. Die Bilanzsumme erhöhte sich im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent und damit um 0,3 Milliarden Euro auf 10,4 Milliarden Euro.

Einen hohen Zuwachs verzeichneten die Ausleihungen. Sie konnten um 3,9 Prozent, also um 0,2 Milliarden Euro, auf 4,8 Milliarden Euro gesteigert werden. Besonders im Privatkundengeschäft entwickelte sich die Kreditnachfrage erfreulich. Sie konnte um 5,1 Prozent, also um 0,1 Milliarden Euro, auf 2,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Viele Kunden nutzen die niedrigen Zinsen insbesondere für Baufinanzierungen.

Das Kreditvolumen an Firmenkunden wurde um 2,0 Prozent, das sind 37 Millionen Euro, auf 1,9 Milliarden Euro ausgeweitet. Auch bei den bilanziellen Kundengeldern ist ein Zufluss zu verzeichnen. Diese haben im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent oder 0,2 Milliarden Euro auf 8,3 Milliarden Euro zugelegt. Großteils bestehen die Kundengelder aus liquiden Sichteinlagen, die sich um 9,5 Prozent oder 0,4 Milliarden Euro auf 4,0 Milliarden Euro erhöht haben.

Die Termineinlagen sind dagegen weiterhin rückläufig. Sie haben sich um -15,9 Prozent oder -0,2 Milliarden Euro auf 0,9 Milliarden Euro verringert. Grund dafür ist die Niedrigzinsphase.

Auch das Verbundgeschäft 2013 verlief in Oberfranken zufriedenstellend. Insgesamt hat sich das betreute Kundenanlagevolumen um 4,1 Prozent 12,6 Milliarden Euro erhöht.

Zinsspanne verbessert


Die Zinsspanne der oberfränkischen Kreditgenossenschaften hat sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Basispunkt auf 2,46 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) verbessert. Grund hierfür ist auch das ordentliche Wachstum im Kreditgeschäft.

Das Provisionsgeschäft ist hingegen leicht rückläufig. So hat sich die Provisionsspanne um 2 Basispunkte auf 0,60 Prozent der dBS verringert.

Die Betriebskosten konnten mit 1,98 Prozent der dBS um einen Basispunkt gesenkt werden. Unter dem Strich ergibt sich eine Aufwand/Ertrag-Relation von 64,5 Prozent. Positiv ist auch: Aus der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft entstanden in 2013 keine Belastungen. Im Gegenteil: Hier sind Zuschreibungen in Höhe von 0,03 Prozent der dBS zu verzeichnen.

Dieser Wert zeigt: Das Kreditbuch der oberfränkischen Volksbanken und Raiffeisenbanken ist äußerst solide. Im Bewertungsergebnis Wertpapiere spiegeln sich die allgemeinen Schwankungen an den Märkten wider. Nach den hohen Zuschreibungen in 2012 (0,24 Prozent der dBS) ergibt sich in 2013 eine sehr geringe Belastung von -0,09 Prozent der dBS.

Geringfügig rückläufige Erträge in Verbindung mit leicht gesunkenen Kosten und einer überschaubaren Risikovorsorge führen zu einem Bereinigten Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 0,92 Prozent der dBS, also 93,3 Millionen Euro.

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Oberfranken konnten zudem ihre Eigenkapitalbasis nochmals stärken. Sie verfügen nun über eine Kernkapitalquote von 13,9 Prozent. Die gesamte Eigenmittelquote beläuft sich auf 19,72 Prozent.

Die Anzahl der Mitglieder als Anteilseigner stieg in 2013 um 1,8 Prozent oder 4.510 auf über 258.000.

Oberfränkische Genossenschaftsbanken bewerten Geschäftsaussichten als solide


Laut der jüngsten GVB-Konjunkturumfrage sehen sich die Kreditgenossenschaften im Regierungsbezirk in einer „guten“ oder „zufriedenstellenden“ Lage. Mit dem aktuellen Kreditgeschäft zeigt sich die überwiegende Mehrheit der oberfränkischen Umfrageteilnehmer ebenfalls zufrieden. So bezeichnen 83 Prozent die aktuelle Kreditnachfrage im Privatkundengeschäft als hoch oder durchschnittlich. Im Firmenkundensegment äußern sich sogar 92 Prozent entsprechend. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung der gegenwärtigen Lage im Firmenkundengeschäft per Saldo sogar noch einmal um 4 Prozentpunkte verbessert.