Schluss mit Weiterwursteln bei EEG-Reform

17.12.2013

GVB legt Zwölf-Punkte-Papier für eine erfolgreiche Energiewende vor


München, 17. Dezember 2013
– Klimaschutz und die Abwendung von Atomkraft zur Energieerzeugung geben die übergeordneten Ziele der Energiewende in Deutschland vor. Daran erinnert Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB): „Vor diesem Hintergrund bedingen sich CO2-Reduktion, die Erschließung erneuerbarer Energiequellen und Maßnahmen zur Energieeffizienz gegenseitig.“ Zudem seien Versorgungssicherheit von Unternehmen und Privathaushalten sowie bezahlbare Energiepreise von grundlegender Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Götzl tritt deshalb dafür ein, dass die neue Bundesregierung bei der geplanten Reform des EEG endlich einen umfassenden Ansatz wählt, der über den Tag hinaus reicht. „Mit Weiterwursteln wird es nicht getan sein. Wir brauchen dringend ein Konzept, das bei der Investition in erneuerbare Energien volkswirtschaftlichen Nutzen und betriebswirtschaftliche Rentabilität zusammenführt,“ so der bayerische Genossenschaftspräsident.
 
Zu den Eckpunkten eines „koordinierten nationalen und europäischen Energieplans“ – so Götzl – zählten eine sukzessive Marktintegration erneuerbarer Energien sowie Rahmenbedingungen, die Zukunftstechnologien im Energiebereich befördern. Zudem spricht er sich dafür aus, Strukturen zu schaffen, die dezentrale Stromerzeugung in ein übergeordnetes Energietransfersystem integrieren: „Dezentrale Erzeugungsstrukturen ermöglichen es, die regionale Wertschöpfung um den energiewirtschaftlichen Leistungserstellungsprozess zu erweitern. Das sollte man auf politischer Seite auch bei der Landesentwicklung im Auge behalten.“

Für Götzl kommt daher Bürgerenergieprojekten bei der Energiewende eine wichtige Funktion zu. „Es gilt, für sie weiter zu werben und die Bildung genossenschaftlicher Netzwerkstrukturen zu forcieren.“ Voraussetzung für ein anhaltend hohes bürgerliches Engagement sei gleichwohl, dass Vertrauen in die Verlässlichkeit politischer Entscheidungen besteht. Dazu zähle auch der Bestandsschutz für gesetzliche Vergütungszusagen bei bereits genehmigten Energieprojekten.


Das Zwölf-Punkte-Papier des GVB für eine erfolgreiche Energiewende finden Sie hier.