Spielwarenmesse 2017

So viele Aussteller wie noch nie

01.02.2017

Die Spielwarenmesse in Nürnberg ist eine der größten Fachveranstaltungen der Spielzeugbranche und zeigt auch in diesem Jahr wieder die neuesten Trends. Organisiert wird die Schau seit Jahrzehnten von einer Genossenschaft.

 

Spielwarenmesse 2017 in Nürnberg
Bevor Bagger, Puppen, Brettspiel und Co. in die Hände der Kleinen kommen, werden sie erst mal von den Großen auf der Spielwarenmesse begutachtet.



Bis zum 6. Februar ist Nürnberg der Nabel der Welt – zumindest für die internationale Spielwarenbranche. Knapp 2.900 Aussteller aus 63 Ländern präsentieren auf der diesjährigen Spielwarenmesse Babyartikel, Lifestyle- und Trendprodukte, Schulbedarf und Schreibwaren, Spielwaren für draußen, Feuerwerk oder Karnevalsartikel, Modellbahn-Neuheiten und vieles mehr. So viele Aussteller waren es noch nie. Erwartet werden zirka 70.000 Fachbesucher aus rund 120 Ländern, darunter Einkäufer großer Ketten, unabhängige Einzelhändler, Trendscouts und viele Medienvertreter.

Die Aussteller zeigen rund eine Million Produkte, darunter 75.000 Neuheiten. Dazu gehören im technischen Bereich Roboter, die sich mit dem Smartphone steuern lassen, ferngesteuerte Bagger für den Sandkasten oder kleine Drohnen, die durchs Kinderzimmer schweben. Grundsätzlich gehen viele Spielzeughersteller dazu über, ihre Produkte in Erlebniswelten einzubetten. Das Modellauto wird dann nicht mehr alleine verkauft, sondern im Set mit einem Parkhaus und einer Tankstelle. Neben bekannten europäischen Spielzeugmarken sind auch viele Start-ups oder Unternehmen aus Fernost vertreten.

Trends der Spielwarenmesse in diesem Jahr


Die Trends der diesjährigen Saison werden in der sogenannten „TrendGallery“ vorgestellt, sortiert nach den Bereichen „Körper und Geist“, „Sammeln und Tauschen“ sowie „Girl Power“. Im Vordergrund steht zum Beispiel Spielzeug, das die körperliche und mentale Entspannung der Kinder auf spielerische Weise fördern soll. Wieder angesagt ist das klassische Sammeln und Tauschen. Neue Lizenzprodukte sollen die Schulhöfe wieder in Tauschbörsen verwandeln, so die Hoffnung der Hersteller. Den Trend, Mädchen bereits in frühen Jahren für technische Berufe zu begeistern, hat die Spielwarenbranche ebenfalls aufgegriffen. Unter dem Begriff „Girl Power“ hat die Spielwarenmesse Produkte zusammengefasst, mit denen Mädchen ihre technischen Fähigkeiten spielerisch erlernen können.

Hinter der Spielwarenmesse steckt eine Genossenschaft: Am 11. Juli 1950 schlossen sich 46 Spielwarenhersteller mit den Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung zusammen. Heute gehören der Spielwarenmesse eG rund 200 Mitglieder an. Die Genossenschaft ist darüber hinaus mit Tochterfirmen in Shanghai, Indien und dem Mittleren Osten international erfolgreich.


Bildergalerie: Ein Rundgang über die Spielwarenmesse