Steuerliche Hürden für Auslagerung bei Banken abbauen

22.04.2021

Neuer GVB Standpunkt zur Umsatzbesteuerung im Finanzsektor erschienen

Der GVB spricht sich dafür aus, steuerliche Hürden bei Auslagerungen von Dienstleistungen durch Banken abzubauen. In Deutschland tragen Banken, die den bspw. den IT-Betrieb oder die Bargeldversorgung an externe Dienstleister vergeben, heute die volle Umsatzsteuerlast. Grund hierfür ist ein deutscher Sonderweg bei der Umsetzung der EU-Mehrwertsteuersystemrichtlinie (MwStSystRL). Im Gegensatz zu vielen anderen EU-Ländern, wie zum Beispiel Österreich oder Frankreich, hat Deutschland den darin vorgesehenen sogenannten steuerfreien Zusammenschluss im Finanzsektor bisher nicht umgesetzt. Dieser würde es Finanzinstituten erlauben, umsatzsteuerfreie Leistungen zu beziehen, die eine gemeinsame Gesellschaft, z.B. ein Unternehmen im genossenschaftlichen Finanzverbund, erbracht hat. In einem neuen GVB-Standpunkt spricht sich der Verband dafür aus, diesen deutschen Sonderweg zu beenden und den steuerfreien Zusammenschluss für deutsche Finanzinstitute zu ermöglichen. Nicht nur erleichtert es Banken Dienstleistungen extern zu beziehen, es trägt darüber hinaus zu mehr Effizienz im Finanzsektor bei. Zudem sorgt der steuerfreie Zusammenschluss für einen faireren Wettbewerb zwischen Banken. Denn im Gegensatz zu kleinen und mittleren Banken im Verbund, können Konzern-Banken –– schon heute konzerninterne Leistungen ohne Umsatzsteuer abrechnen. Anlass für eine Reform ist die Überarbeitung der EU-Regeln zu Umsatzsteuer, die im Frühjahr 2021 von der EU-Kommission angestoßen wurde.

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